FDP weist in einer Stellungnahme NABU Kritik am Brand in Nienhagen zurück

NIENHAGEN. Der Artikel „BUND/Nabu: Wälder, wie der Brand, brauchen Wasser(haltung), aber keinen Waldumbau“ ist „alter Wein in neuen Schläuchen“. Die Wiedervernässung war ein Vorhaben, welches der damalige Revierleiter und Mitunterzeichner dieses Artikels seit 1983 bzw. 1986 bis 2004 hier zu realisieren versucht hat. Nabu und BUND haben sich in der Zeit, obwohl der Brand schon als Naturschutzgebiet ausgewiesen war (1986), überhaupt nicht um das Gebiet gekümmert und sind bei dem damaligen Revierleiter auch nicht vorstellig geworden. Diese wollen jetzt wohl den Hype „Klimaveränderung“ für ihre Zwecke nutzen. Überhaupt stellt sich die Frage, ob die abgebildeten Naturschützer eine Betretungsgenehmigung für das NSG hatten. Die Aufnahme ist vermutlich in der Alten Thöse in Abt. 1387 entstanden.

Der AUN (Arbeitskreis Umwelt Nienhagen) hat sich damals sehr engagiert und mit der Thematik bis zur Vereinsauflösung mit der Wiedervernässung befasst, und nur der. Es haben in der Zeit 1986 – 2004 diverse Veranstaltungen/Bereisungen mit dem Forstamt Wienhausen und Unterlüß, der ehem. Bezirksregierung Lüneburg, LK Celle, der Gemeinde Nienhagen, dem AUN und dem Untere Fuhse Verband stattgefunden, um nach Möglichkeiten der Wiedervernässung zu suchen. Die Gemeinde Nienhagen war sogar bereit, ein Windrad mit Pumpe zu finanzieren, um Wasser aus der Neuen Thöse über einen Stichgraben, der eigens dafür gebaggert wurde, in die Alte Thöse zu leiten. Das scheiterte aber an den erheblichen Kosten, die für das Bauwerk errechnet wurden. Im Übrigen wurden alle damaligen Aktivitäten der Wiedervernässung von der CZ begleitet, so z. B. am 22.09.1995, 22.05.1998 und 03.02.2001.

Seit der Flurbereinigung in den 60 er Jahren sind alle Bäche des Brand trocken gefallen, auch die Überschwemmungen durch Fuhse und Erse blieben durch die Begradigungen der Flüsse und Neubau der Neuen Thöse seit der Zeit aus. Insofern sind die in dem Artikel getätigten Aussagen der beiden Naturschützer absolut unzutreffend, dass „die Bachläufe im Sommer trockenfallen und selbst im Winter wenig Wasser führen“. Die haben eben seit der Zeit kein Wasser mehr geführt! Auch die Anmerkungen zum „Waldumbau“ sind völlig abwegig. Im Übrigen wurden die Niedersächsischen Landesforsten AöR erst 2005 gegründet, vorher war das Land Niedersachsen (Nds. Landesforstverwaltung) zuständig.

Die damalige Ämter-/Behördenbeteiligungen werden hier nochmals zusammengefasst dargestellt:

Gemeinde Nienhagen
unterstützt das Projekt, hatte wie schon beschrieben max. 50.000,- DM im Haushalt für die Wiedervernässung bereitgestellt

Samtgemeinde Wathlingen
wollte das Projekt mit 5.000,- DM fördern

Landkreis Celle
hat sich bereiterklärt, nur das Minimum von 200,- DM für ein wasserrechtliches Verfahren zu fördern

Bezirksregierung Lüneburg
war in der Zeit zuständig für das NSG Brand, unterstützt das Projekt ideell aber nicht finanziell

Umweltministerium
befürwortet das Projekt, hat aber keine Fördermittel

Deutsche Umwelthilfe
stellt 500,- DM für das Ausbaggern (Grundräumung) der Alten Thöse zur Verfügung

Bürgermeister Gärtner
Kontakt zum Landwirtschaftsminister H-H. Ehlen im Jahr 2003, der eine Ortsbegehung mit Vertretern der Forstverwaltung unternahm. Er begrüßte das Engagement in Sachen Gewässerökologie sah aber keinen dringenden Handlungsbedarf

Seit Oktober 2003 liegt das Projekt „Wiedervernässung des NSG Brand“ sozusagen „auf Eis“.

In diesem Zusammenhang wird auf die Diplomarbeit des Biologen Olaf Klein zum Brand (1992/ 1995) verwiesen, der wie der damalige Revierleiter der Revierförsterei Dannhorst und Mitunterzeichner dieses Artikels die Ansicht vertritt, „dass die Hauptursache für das Absterben der Sieleiche in mittel- und unmittelbaren Auswirkungen der Grundwasserabsenkungen zu suchen sind, das heißt, ich behaupte, hätten diese nicht stattgefunden, würden die Bäume zumindest nicht in diesem Ausmaß absterben“.

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Foto: Heinz-Henning Rode

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