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GRÜNE: „Verwaltung wird alleine gelassen – schiebt Aufgaben vor sich her“

LACHENDORF. Im vorletzten Verwaltungsausschuss musste der Gemeindedirektor von Lachendorf leider feststellen, dass die aktuelle Personallage im Rathaus sehr kritisch ist und erstattete eine Überlastungsanzeige. Ein sehr formeller Begriff für die Tatsache, dass die Verwaltung der Vielzahl der Aufgaben aktuell nicht mehr vollständig nachkommen kann. Es wurde darauf hingewiesen, dass in einer solchen Situation auch Fehler unterlaufen können. Die anwesenden Ratsmitglieder waren sich einig, dass es nicht zu rechtlichen Problemen bei der Ausführung von Maßnahmen kommen darf. Die Anzeige wurde formell anerkannt und zur weiteren Beratung in die einzelnen Fraktionen verwiesen.

Die Grünen Ratsmitglieder Peter Piechutzki und Christian Brandes haben sich die aktuelle Liste an Aufgaben angesehen und kommen zu folgendem Ergebnis: „Die angezeigte Liste größerer Aufgaben enthält aktuell vorwiegend Planung von Straßenbau- und dorfgestalterische Maßnahmen“, stellt Piechutzki fest. „Hier wäre es sicher möglich, zur Entlastung der Mitarbeiter, die eine oder andere Maßnahme zu verschieben. Wir können doch nicht riskieren, dass beispielsweise bei der Beantragung von Fördermitteln Fehler passieren und wir dann das Geld verlieren, so wie es vor einigen Jahren in Hambühren der Fall war.“

„Zumal es auch noch Pflichtaufgaben gibt, die die Verwaltung wegen Überlastung seit Jahren vor sich herschiebt“, fügt Brandes, Fraktionsvorsitzender der Grünen hinzu. „Umweltschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen von alten Bauvorhaben warten zum Teil seit über 20 Jahren auf Durchführung. Hier müssen jetzt endlich die Prioritäten neu festgelegt werden.“

„Nur leider interessiert das Ganze die Mehrheitsgruppe aus CDU, SPD und FDP scheinbar nicht“, stellen die Grünen Ratsmitglieder fest. Der mehrmalige Versuch das Thema erneut auf die Tagesordnung zu bekommen, sei seitens der großen Koalition komplett ignoriert worden.

Auch Kira Müller, jüngstes Grünen Mitglied in Lachendorf sieht dieses Verhalten sehr kritisch: „Man kann die Mitarbeiter der Verwaltung mit dem Problem doch nicht einfach alleine lassen. Da muss der Rat doch tätig werden! Das ewige „Weiter so“ in der Politik muss ein Ende haben.“

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