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Fahrraddemonstration in Celle gegen Krieg und Unterdrückung

CELLE. Am Antikriegstag, 1. September haben in Celle rund 50 Personen an einer Fahrraddemo teilgenommen. Sie demonstrierten damit entschlossen gegen Krieg und Unterdrückung und kritisierten die militärische Ausrichtung der deutschen Außenpolitik und Waffenexporte aus Deutschland. Zu dem Protest aufgerufen hatte das Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ in Kooperation mit der n feministische Organisierung „Gemeinsam Kämpfen“ und „Land in Sicht – Transition“ (LIST).

In den Reden wurden aktuelle Kriege und Entwicklungen thematisiert. Der Beitrag von „Rheinmetall Entwaffnen“ ging auf die Situation in Chiapas und Kurdistan ein. Dort bauen gesellschaftliche Bewegungen basisdemokratische Selbstverwaltungsstrukturen auf, die jedoch von Mexiko und der Türkei militärisch angegriffen werden. „Beide Staaten
werden dennoch von Deutschland unterstützt – sowohl mit Waffen, als auch mit Geld und politischer Rückendeckung“, so die Sprecherin Nina Binder. „Der Waffenhersteller Heckler & Koch umgeht bewusst die wenigen und unzureichenden Exportbeschränkungen, um Waffen nach Mexiko zu verkaufen. Deshalb wollen wir euch einladen mit uns gemeinsam im Oktober in Oberndorf gegen Heckler & Koch aktiv zu werden“, so die Rednerin.

„Ganz aktuell wird die êzîdische Glaubensgemeinschaft von der Türkei bedroht“, so der Vertreter von êzîdischen und kurdischen Organisationen Yilmaz Kaba, „weiterhin werden Waffen verkauft und Geld aus Europa fließt an die Türkei. Nun möchte der deutsche Außenminister in die Türkei reisen, um die Türkei dabei zu unterstützen, für die Sicherheit auf dem Flughafen in Kabul zu sorgen. Das ist ein Armutszeugnis für uns
alle!“

„20 Jahre haben NATO-Staaten in Afghanistan Krieg geführt, Rache genommen. Deutschland hat dabei so getan, als ob es eine demokratische Gesellschaft aufbauen wollte“, so Cornelia Döllermann-Nölting von „Land in Sicht – Transition“. „Nun wird so getan als ob die Übernahme der Macht durch die Taliban überraschend gekommen ist. Die
Regierungsmitglieder haben es natürlich wissen müssen, denn die Lage ist von etlichen ihrer eigenen Leuten genau so analysiert worden. Und sie wussten auch, dass sie die Menschen in Afghanistan evakuieren müssen. Sie haben es nicht getan. […] Was können wir daraus lernen?“, fragte die Rednerin von „LIST“. „Das wichtigste, das wir tun können,
ist: Überall auf diesem Planeten diejenigen zu unterstützen, die sich für Gerechtigkeit und gleiche Rechte für einsetzen, für Klimagerechtigkeit und gegen all die anderen Verheerungen, die der Kapitalismus anrichtet.“

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