Dienstag, 16. Juni 2026

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Aktion „Rettungskette“ – Am Samstag zwischen 12.00 und 12.30 auch in Celle

CELLE. Eine Woche vor der Bundestagswahl soll durch die Aktion „Rettungskette für Menschenrechte“, von der Nordsee bis zum Mittelmeer, das Sterben auf den Fluchtrouten wieder in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Auch Celle ist dabei. Ab 12 Uhr wird für eine halbe Stunde eine Menschenkette auf der Hannoverschen Straße Teil der bundesweiten Aktion sein.

Für die Organisation in Celle sorgt die Initiative „Land in Sicht – Transition“ (List). Ihre Sprecherin, Cornelia Döllermann-Nölting, zum Ablauf: „Die Menschenkette wird gebildet auf der Ostseite der Hannoverschen Straße, beginnend von der Congress Union. Wir nutzen den Gehweg und versperren auch keine Zufahrten. Wer spontan dazukommt, kann zunächst zum Info-Punkt am Thaerplatz kommen oder sich eigenständig einen Platz in der Kette suchen. Es geht uns darum, gemeinsam mit möglichst viele engagierten Menschen deutlich zu machen, dass es so nicht weitergehen kann.“

Döllermann-Nölting verweist darauf, dass seit 2014 laut UNHCR 21.500 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ertrunken sind, mehr als 850 Menschen allein in der ersten Jahreshälfte.

Die „Rettungskette für Menschenrechte“ setzt sich für die Schaffung sicherer Fluchtwege ein. Die EU müsse sich für die Bekämpfung der Fluchtursachen einsetzen und Menschen in Lebensgefahr müssen gerettet werden, anstatt Menschen auf der Flucht zu bekämpfen. Gefordert wird ein Ende der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung. Die EU-Mitgliedsstaaten müssten sich auf ein europäisches Seenotrettungsprogramm verständigen und dieses auch durchsetzen.

PR

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