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DALLE. Der Grüne Kreisverband lud zum traditionellen „Ladies Dinner ein“. Geladen als Ehrengäste waren Dr. Elke Gryglewski, Leiterin der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, und Viola von Cramon-Taubadel, Mitglied im europäischen Parlament.

Das sonnige Wetter ermöglichte es, dass die interessierten Frauen den idyllischen Biergarten des Traumzeithofes in Dalle nutzen konnten. Wie auch in den vergangenen Jahren kamen vor allem „nicht-grüne“ Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. „Wir treffen uns, um uns gegenseitig kennenzulernen, die Gedanken auszutauschen, eben zu „netzwerken“, so die Kreisvorsitzende Marlies Petersen.

Die beiden Ehrengästinnen berichteten von den Stationen ihrer beruflichen Karriere und ihren Erfahrungen als Mütter und Frauen, sich beruflich und gesellschaftlich zu engagieren.

Bei Frau Glygewski kamen Fragen der Arbeit in den niedersächsischen Gedenkstätten auf. Hier wurde die Aktualität der gesellschaftlichen Entwicklung und der Stärkung der Demokratie durch die Aufarbeitung der Vergangenheit diskutiert. Auch die Arbeit aus der früheren Tätigkeit als stellvertretende Direktorin und Leiterin der Bildungsabteilung der Gedenk- und Bildungsstätte des Hauses der Wannsee-Konferenz in Berlin bereicherten die Diskussion. Zu ihren Erfahrungen gehört ebenfalls die Aufarbeitung der SED-Diktatur in der  Gedenkstätte Wannsee.

Auch Frau von Cramon-Taubadel hat viel Erfahrung mit der Demokratie-Bewegung. Ihr Schwerpunkt liegt in Osteuropa. In Celle war sie aber vor allem als Podiumsmitglied der Veranstaltung der Böll-Stiftung zum Thema: „Der europäische Acker“ aus Januar 2019 bekannt. Ihre berufliche Wurzel ist ihr Studium der Agrarökonomie.

Die 30 Frauen diskutierten auch über die persönliche Themen: Wie kann ich Familie und Beruf und vor allem Karriere zusammen bringen? Wie soll eine gute Schule aussehen? Wie bekomme ich  bezahlte Arbeitsangebote? Da gab es vor allem eine Antwort: sich frühzeitig  engagiert in Arbeitsbereiche einbringen, gern schon im Studium sich mit dem Arbeitsmarkt vernetzen, ist sehr hilfreich. Mehrheitlich wurde auch gesehen, dass der Beruf, auch wenn die Angebote auf dem Arbeitsmarkt dagegen sprechen, eine Interessen- und Kompetenzwahl sein muss. Eltern sollten nicht verzweifeln, wenn die Berufswahl der Kinder nicht gleich erfolgreich beginnt. Viele Berufe, die jetzt erlernt werden, wird es in ihrer jetzigen Form nicht mehr geben.

Aber wenn Frauen sich treffen, geht es auch immer um die großen Fragen: Wie können wir uns eine gerechte Gesellschaft und eine inklusive Schule vorstellen? Die Geschehnisse in Afghanistan und Klimakrise wurden diskutiert. Hierzu gab es viel Wissen, das ausgetauscht wurde. Sich gegenseitig zuhören und die kontroversen Meinungen stehen lassen können, war auch in diesem Jahr die Stärke der Veranstaltung.

Das Ladies Dinner ist eine Möglichkeit diese Ideen an die ebenfalls anwesenden kommunalen Mandatsträgerinnen weiter zu geben und die Mandatsträgerinnen erfuhren von aktiven Frauen deren Weltsicht und deren Probleme vor Ort.

Im Biergarten wurde es dunkel und die Feuchtigkeit, die von der anliegenden Wiese herüberzog, beendete den Abend in angenehmer Atmosphäre. Zuvor versicherte Marlies Petersen, Kreisvorsitzende der Grünen, die Fortsetzung des Ladies Dinner im nächsten Jahr und bedankte sich bei Hülya Günay-Adler, der Geschäftsführerin der Grünen, für die organisatorische Vorbereitung des Abends.

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