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Faszinierende Reise in die Welt von Ludwig Hölty: Jubiläumsfeier im Kreistagssaal

Die Ernst-Schulze-Gesellschaft richtet in diesem Jahr ihr Augenmerk ganz besonders auf Ludwig Hölty, einen der bedeutendsten Dichter, der vor genau 275 Jahren das Licht der Welt erblickte und eng mit Celle verbunden war. Zu Ehren dieses Jubiläums fand heute im festlichen Rahmen des Kreistagssaals eine Veranstaltung statt, die den Dichter und sein Werk aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtete.

Das Publikum wurde auf eine facettenreiche Reise durch das Leben und Schaffen von Ludwig Hölty mitgenommen. In einem fiktiven literarischen Gespräch stellten die Oberstufenschüler Kajetan Wittenberg, Niclas Bittner, Sascha Wenzel und Eric Piening den Dichter und drei seiner Zeitgenossen dar, wodurch ein lebendiges Bild der damaligen Zeit entstand. Ein besonderes Highlight war die Begegnung der heutigen Schülerinnen und Schüler mit dem Geist Höltys, die in einem beeindruckenden 15-minütigen Video-Film festgehalten wurde.

Des Weiteren wurde in einer historischen Buchveröffentlichung Wissenswertes über Ludwig Hölty und seine Verbindung zu Celle präsentiert. Schülerinnen und Schüler trugen Parallel-Texte zu Hölty-Gedichten vor, die die zeitlose Relevanz seiner Werke verdeutlichten. Neben den lyrischen Oden an die Natur und die Liebe wurden auch Höltys ironische Verse von Uwe Winnacker gekonnt und im passenden Kostüm dargeboten. Als abschließendes Highlight wurden eindrucksvolle Kaltnadelradierungen von Schülerinnen und Schülern unter dem Titel „Spuren des Inneren“ ausgestellt, die die Mimik in all ihren Facetten einfingen.

Die Veranstaltung bot Jung und Alt gleichermaßen die Möglichkeit, sich von der poetischen Welt Ludwig Höltys verzaubern zu lassen. Die Teilnahme war kostenlos und offen für alle Interessierten.

Elke und Lothar Haas zeigten wieder einmal viel Engagement und Verbundenheit, obgleich die Schülerinnen und Schüler bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt standen. Die Ernst-Schulze-Gesellschaft feierte mit diesem gelungenen Event einen bemerkenswerten Dichter, der das literarische Erbe Celles maßgeblich geprägt hat. Die Veranstaltung verdeutlichte die Bedeutung von Ludwig Höltys Werk und wird sicherlich noch lange in den Köpfen der Besucher nachklingen.

Ludwig Hölty, einer der bedeutendsten Dichter der deutschen Literaturgeschichte, wurde am 21. Dezember 1748 in Mariensee bei Hannover geboren. Seine Lyrik, geprägt von einer natürlichen Schönheit und Gefühlstiefe, spiegelt die Empfindsamkeit und Sehnsucht der Sturm-und-Drang-Zeit wider. Als enger Freund von Johann Heinrich Voß und Johann Wilhelm Ludwig Gleim fand Hölty in deren Kreisen Inspiration und Unterstützung für sein Schaffen.

Ein Beispiel seiner eindringlichen Poesie findet sich in seinem Gedicht „Der Frühling“ aus dem Jahr 1773:

„Komm, lieber Mai, und mache
die Bäume wieder grün,
und lass mir an dem Bache
die kleinen Veilchen blühn!
Wie möcht‘ ich doch so gerne ein Veilchen wieder sehn,
ach, lieber Mai, wie gerne
einmal spazieren gehn!“

In Höltys kurzem, aber intensivem Leben war er von ständiger Krankheit gezeichnet. Im Alter von nur 26 Jahren verstarb er am 1. September 1776 in Hannover. Dennoch hinterließ er der Welt ein beeindruckendes Erbe an lyrischer Schönheit und tiefem Gefühl, das noch heute viele Leserinnen und Leser berührt und fasziniert. Höltys Werke sind geprägt von einer poetischen Einfühlsamkeit in die Natur, die menschlichen Emotionen und das Streben nach Glückseligkeit.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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