Zum Inhalt springen
Anzeige
Anzeige

Vollversammlung fordert von Kammer professionelles Engagement bei der Berufsorientierung.

Mit Blick auf die 2025 stattfindenden Neuwahlen der Vollversammlung, war ein Schwerpunktthema der Frühjahresvollversammlung die Aktivierung des ehrenamtlichen Nachwuchses. Das „Parlament des Südniedersächsischen Handwerks“ diskutierte unter anderem die Umsetzung einer regionalen Imagekampagne für das Ehrenamt, die die Bedeutung der Vollversammlung herausstellen und Handwerkerinnen und Handwerker zum Mitmachen animieren solle.

Echtes Handwerk nur mit Vollausbildung

Roman legte während seiner Begrüßung einen besonderen Fokus auf das Thema „Arbeitskräfte“. „Neben der Zuwanderung müssen wir viel stärker auf inländische Potentiale setzen. Im Moment verlassen in ganz Deutschland 600.000 Menschen die Schule ohne danach eine Ausbildung zu beginnen oder eine Arbeitsstelle anzunehmen. Wo sind die alle hin? Hier muss die Politik viel genauer hinschauen“, so der Präsident. Der von Seiten einiger Politiker diskutierten Idee, eine verkürzte Ausbildung in den für die Klimawende relevanten Handwerksberufen einzuführen, erteilte Roman aufgrund der Abwehr von Gefahren und des Verbraucherschutzes eine klare Absage. „Wenn man bedenkt, dass auch die Ausbildungszahlen im Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär, Heizung und Klima steigen, dann ist eine verkürzte Ausbildung „light“ in einem sehr komplexen Beruf das völlig falsche Signal an die jungen Menschen. Solche Vorstöße schaden der dualen Ausbildung in Deutschland“, sagte Roman.

HWK soll für Betriebe Berufsorientierung in allen Landkreisen intensivieren

Ina-Maria Heidmann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, griff das Thema Fachkräfte im Zusammenhang mit der Berufsorientierung auf. „Sind Sie der Meinung, dass die berufliche Orientierung und die Begeisterung junger Menschen für unseren Wirtschaftsbereich eine Kernaufgabe der Handwerkskammer sein sollte oder meinen Sie, dass wir die Betriebe mit dieser Riesenaufgabe allein lassen sollten?“ fragte die Kammer-Chefin die Mitglieder der Vollversammlung. Die anwesenden Arbeitgeber und Arbeitnehmer stimmten mehrheitlich dafür, dass die Verantwortung für diese zentrale Aufgabe bei der Handwerkskammer liegen solle, da insbesondere Betriebe aufgrund der guten Auftragslage und der anhaltenden Fachkräftesuche auch weiterhin kaum Möglichkeiten sehen, selbst an Berufsmessen oder Praxis- und Beratungstagen in Schulen teilzunehmen. Auszubildende oder Gesellen aus den Betrieben könnten allenfalls punktuell bei Messen oder Schulbesuchen unterstützen. „Wir nehmen den Auftrag des Ehrenamts gewissenhaft an und werden in einem ersten Schritt ein konkretes Konzept aufsetzen und danach die dafür benötigten finanziellen Mittel in den Haushalt 2024 einplanen“ so die Hauptgeschäftsführerin und weiter: „Da uns vermehrt Anfragen zur Teilnahme an Messen, Praktikumsvermittlungen, Schulberatungen und Aktionstagen aus allen Landkreisen des Kammerbezirks erreichen, müssen wir unser Konzept professionalisieren. Neben einer Investition in modernes Equipment, ist dies nur mit weiteren Mitarbeitern möglich.“

Die Vollversammlung ist oberstes Organ und wichtigster Entscheidungsträger der Handwerkskammer. Die 39 gewählten, ehrenamtlichen Mitglieder setzen sich zu zwei Dritteln aus selbständigen Handwerkern und zu einem Drittel aus Arbeitnehmern zusammen, die die rund 130 Handwerksberufe im gesamten Kammerbezirk Hildesheim-Südniedersachsen repräsentieren.

PR
Foto: HWK

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.


Anzeige