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Wilhelm-Heinichen-Ring wird grundlegend neu gestaltet

Wenn es nach Plan läuft, beginnen die Arbeiten für die Komplett-Erneuerung des Wilhelm-Heinichen-Rings Anfang 2024, und zwar ohne eine Vollsperrung, der Verkehr soll eingeschränkt weiterlaufen. Die Bauphase wird sich bis 2026 hinziehen.

Der Abteilungsleiter für Straßenbau der Celler Ingenieurgesellschaft Heidt + Peters, Dirk Rother, informierte in der gestrigen Sitzung des städtischen Ausschusses für Verkehr und technische Dienste ausführlich über die anstehende Maßnahme. „Der Wilhelm-Heinichen-Ring wurde 1964 für 9.000 Fahrzeuge in 24 Stunden gebaut, im Jahr 2015 waren es 23.000 Fahrzeuge im gleichen Zeitraum.“ Die Fahrspuren seien zu schmal, die Linksabbiegewege zu lang, der Stand der Technik insgesamt nicht mehr gegeben, an einigen Stellen widerspreche die dreispurige Verkehrsführung den tatsächlichen Gegebenheiten, sei überdimensioniert und an einigen Punkten unfallträchtig. An der Bahnquerung besteht ein Höhenunterschied von neun Metern.

Das neue Konzept sieht vier 6,5 Meter breite Fahrspuren, zwei in jede Richtung, vor, mittig getrennt durch einen einen Meter breiten Streifen mit Bord. Im Moment teilen sich Fahrradfahrer und Fußgänger die Nebenwege, in Zukunft wird es separate Rad- und Fußgängerwege geben. „Es gibt hier sehr viele Radfahrer“, nannte der Ingenieur als Motiv. Rechts und links der Straße sind Hochbordanlagen vorgesehen. Bis 70 Zentimeter tief wird das bestehende Material abgetragen, verlegt wird eine schallschluckende Decke. „Diese Form des Lärmschutzes wird wirksam bei höheren Geschwindigkeiten“, antwortete Rother auf die Frage von Johanna Thomsen, ob Tempo 30 km/h nicht die effektivere Form der Geräuschminimierung wäre. Konzipiert wurde der Ring seinerzeit für 70 km/h, mittlerweile sind nur noch 50 km/h erlaubt, dieses wird so bleiben. An der Abbiegung in Richtung Marienwerderallee wird eine Ampel installiert werden, die Einmündung zur Straße „Vor den Fuhren“ wird zweispurig. Besonderes Augenmerk legen die Planer auf den Einmündungsbereich von der in Richtung Stadt von der Hannoverschen Straße kommend, der aktuell dreispurig ausgelegt ist. „Dieser Knotenpunkt wird kleiner. Es wird mehr Raum für Nebenanlagen und Grün geben“, blickte Dirk Rother voraus. Insgesamt bemühe man sich so viele Bäume zu erhalten wie möglich. Fest stehe jedoch schon jetzt, dass rund 20 Bäume entlang der zwei Kilometer langen Streckensanierung, die auf Höhe der Birkenstraße/Friedhof endet, gefällt werden, als Kompensation ist die Pflanzung von 50 neuen Bäumen vorgesehen. Die Investitionssumme steht noch nicht fest, Fördergelder stehen in Aussicht.

Anke Schlicht
Redaktion
Celler Presse
Foto: Anke Schlicht

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