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Schritte gegen das Vergessen: BgR Eschede wirft kritischen Blick auf den Heimat-Hof der ehemaligen NPD

Eine kleine Gruppe von Teilnehmern versammelte sich am 8. Mai, um das Ende des Zweiten Weltkriegs zu markieren sowie die bedingungslose Kapitulation Deutschlands und die Befreiung zahlloser Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft zu würdigen.

In einer bewegenden Ansprache wurde das Gedenken eingeleitet, bevor die Gruppe sich auf einen Spaziergang zum Hof der ehemaligen NPD-Partei „Die Heimat“ begab. Dort wurden in ruhiger Atmosphäre tiefgründige Gespräche geführt und ein wachsames Auge auf jegliche rechtsradikale Aktivitäten gehalten.

In seiner Rede zitierte Sascha Alius, stellvertretender Vorsitzender des Bündnisses gegen Rechtsextremismus (BgR Eschede), den Künstler KAVKA und betonte die Bedeutung der Stimme in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte. „Für die Größe der Bedrohung ist ein Hashtag zu klein“, so seine Worte. Er appellierte an die Anwesenden, ihre Stimme zu erheben und die kleinsten Warnsignale zu erkennen und zu benennen, um ein lebhaftes und wehrhaftes Miteinander zu fördern. Diese Mahnwache sei ein Aufruf, sich aktiv mit Familie, Freunden und Bekannten über die Ereignisse dieses Tages auszutauschen und Ängste sowie Überzeugungen offen zu diskutieren.

Alius griff auch die Worte von Richard von Weizsäcker aus dem Jahr 1985 auf, um die Bedeutung des Tages zu unterstreichen. Dabei gedachte er mit Trauer aller Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft, von den sechs Millionen Juden in den Konzentrationslagern bis hin zu den Widerstandskämpfern in den besetzten Staaten.

Besondere Aufmerksamkeit schenkte er den Frauen, die während dieser düsteren Zeit oft im Schatten der Geschichte standen. Ihre stille Kraft und ihr unermüdlicher Einsatz wurden oft übersehen, doch gerade sie trugen maßgeblich dazu bei, das Licht der Humanität am Ende des Krieges nicht erlöschen zu lassen.

Die Gedenkveranstaltung am 8. Mai diente nicht nur als Erinnerung an die Vergangenheit, sondern auch als Mahnung für die Zukunft. Durch die Erhebung der Stimme und das offene Gespräch sollen die Lehren aus der Geschichte lebendig gehalten werden, um ein „NIEWIEDER“ nicht nur als Hashtag, sondern als gelebtes Prinzip zu etablieren.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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