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Run auf Südheideschau

Dieser Park ist vielseitig, er passt sein Gesicht stets dem jeweiligen Zweck an, für den er genutzt wird. An Pfingsten verwandelte sich der Hermannsburger Örtzepark in ein kleines Messegelände, denn er war Schauplatz der Südheideschau. Ein Rundgang am Pfingstsonntag belegt: Ein Ziel hat der veranstaltende Unternehmerverband Südheide e.V.  erreicht: „Uns ist ganz wichtig, dass wir eine hohe Aufenthaltsqualität bieten“, sagt Vorstandsmitglied Lars Kristian Behn. Das stete Kommen und Gehen, die hohe Zahl der Besucher auf dem Festplatz, die von Entspanntheit und guter Laune geprägte Atmosphäre vermitteln den Eindruck, dass die Gäste sich wohl fühlen.

Am ehesten lässt sich das Angebot mit Infotainment beschreiben: Selbst die Bestatterfirma fällt aus dieser Gruppe der ausstellenden Gewerbetreibenden aus der Region Südheide nicht heraus, denn sie hat einen Sarg aufgebaut, der bemalt werden kann. Der Stand sticht hervor, hat seinen Platz neben dem des Evangelischen Bildungswerkes und anderer religiöser Institutionen. „Wir nehmen den Menschen die Berührungsängste, wenn wir uns hier in dieser Form zeigen“, erläutert Milan Lavic von der Bestattungsfirma Evamaria Kruse. Sie ist eine der insgesamt 140 Mitglieder im Unternehmerverband Südheide. Eine Mitgliedschaft ist Voraussetzung, um sich präsentieren zu können. Diese Chance haben etliche Betriebe der unterschiedlichsten Art genutzt, die Liste der vertretenen Produkte und Dienstleistungen ist lang und vielfältig, wobei der Außenbereich geprägt wird von schwerem Gerät und Maschinen, die Garten- und Holzbaufirmen, der Waffenhersteller Rheinmetall sowie ein Motorradhändler aufgefahren haben. Wer Interesse hat, schaut zu, was Technik möglich macht. Wer eher Lust auf Dekoratives hat, wird ebenfalls bedient: Pflanzen und Gartenmöbel sind schön arrangiert und locken zum Stand zwecks näherer Infos.

„Es ist doch ganz klar, dass man kommt“, sagt eine Hermannsburgerin, die mit ihrer Familie gerade die Fahrräder abstellt. „Bekannte treffen, sehen, was unsere Firmen so anbieten, und essen“, nennt die Mutter von zwei Töchtern im Alter von 7 und 9 als Grund für ihren Besuch. Gastronomisch fehlt es an nichts und auch die Kinder haben Gelegenheit, sich zu vergnügen. Gleich am Startpunkt wartet Märchenerzähler und Zauberer Tobias, der auch zum Mitsingen einlädt. Wenige Meter weiter steht Torwartschießen auf dem Programm, die Schlangen, die sich regelmäßig bilden, belegen, dass die Zimmerei mit ihrer Idee ins Schwarze getroffen hat.

Die prominenteste Person im Messezelt ist Kurt Wilks, wer meint, er wäre als Unterlüßer Bürgermeister vor Ort, irrt, den Posten bekleidet er ehrenamtlich, hauptberuflich ist er Reisebüroinhaber und als solcher sagt er: „Ich begrüße es sehr, dass wir hier zeigen können, was wir regional alles zu bieten haben!“ Für Details verweist er an die Geschäftsführerin des Unternehmerverbandes Südheide Uschi Braun. Diese formuliert als Hauptziel des Zusammenschlusses: „Die jungen Leute in der Region halten, indem man ihnen nahebringt, was sie vor Ort alles an Ausbildungsmöglichkeiten vorfinden, und die Firmen untereinander vernetzen.“ Die Broschüren, die sie vorlegt, zeugen von gut durchdachter Ansprache Jugendlicher, die nach beruflicher Orientierung suchen. Die Südheideschau ist zwar nicht neu, sie blickt durchaus auf eine Tradition zurück. Aber in dem aktuellen Format, und vor allem mit dem vor zwei Jahren neu gegründeten Unternehmerverband Südheide als Veranstalter, ist sie eine Premiere, die augenscheinlich alle Kriterien, um als gelungen bezeichnet zu werden, erfüllt hat.

Anke Schlicht
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht

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