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Internationale Rechte treffen sich zum Europawahlkampf auf dem HeimatHof in Eschede

Unter dem Motto „Europakongress 2024: Fight for Europe – Kämpfen für Europa!“ versammelten sich über das Pfingstwochenende Anhänger der Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) auf dem HeimatHof in Eschede. Der Kongress diente als Auftakt zum Europawahlkampf 2024 und zog internationale Teilnehmer an.

Sebastian Weigler, Vorstandsmitglied der Partei „Die Heimat“, erläuterte: „Das EU-Wahljahr 2024 haben wir zum Anlass genommen, um die idealistische europäische Jugend in Niedersachsen zusammenzubringen.“ Laut Weigler nahmen insgesamt 115 Personen aus Deutschland, Spanien, Frankreich, England, Ungarn, Serbien, Griechenland und Bulgarien an dem europäischen Zeltlager teil. Die Veranstaltung sollte in kameradschaftlicher Atmosphäre den gemeinsamen Geist und die Zukunft der Partei stärken.

Weigler kritisierte die Einstufung der Veranstaltung als öffentliche Versammlung durch die Polizei, was zu umfangreichen Kontrollmaßnahmen führte. „Eigentlich war es eine private Veranstaltung, zu der explizit eingeladen wurde. Die Polizei hat unseren Europakongress als öffentliche Versammlung eingestuft, was zu einem Kontrollpunkt führte, bei dem jeder Teilnehmer durchsucht und erfasst wurde. Zudem konnten Fotografen über Stunden hinweg per Hebebühne und Drohne unser privates Grundstück filmen und fotografieren“, so Weigler. Er kündigte rechtliche Schritte gegen die Polizeimaßnahmen an.

Der HeimatHof in Eschede war in der Vergangenheit immer wieder ein Brennpunkt für rechtsextreme Aktivitäten, was das örtliche Bündnis gegen Rechts in Eschede und das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus alarmiert. Eine Zeit lang war es ruhig um den Hof geworden, doch das internationale Treffen zeigt eine erneute Aktivität.

Christian Worch, Bundesvorsitzender der Partei „Die Rechte“, äußerte sich zuletzt am Rande einer Demonstration am 1. Mai in Celle kritisch zur Abspaltung und Ausrichtung der neuen Partei „Die Heimat“. Er verwies auf die Neugründung der NPD, der sogenannten Neo-NPD.

Trotz der Kritik lässt sich „Die Heimat“ nicht entmutigen. Die Partei wird bei der Europawahl anzutreten und nutzt internationale Vernetzungen, um Stärke zu demonstrieren. Das Treffen am Ortsrand von Eschede im Landkreis Celle unterstreicht diese Bestrebungen.

Die polizeilichen Maßnahmen und die ausgebliebenen Proteste gegen das Treffen zeigen die anhaltenden Spannungen rund um rechtsextreme Aktivitäten in der Region. Es bleibt abzuwarten, wie sich die angekündigten rechtlichen Schritte und der Wahlkampfverlauf entwickeln werden.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Extern

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