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Friedenswandern unter bunten Fahnen

  • Celle

Die Friedensaktion aus Celle und Heidekreis nahm mit einer Delegation an der Friedenswanderung im Deister teil. Eingeladen hatten niedersächsische Natur- und Friedensgruppen unter dem Motto „Lieber für den Frieden wandern, als in den Krieg marschieren!“ Organisator und ver.di-Funktionär Axel Seng sprach bei seiner Begrüßung auf dem Marktplatz Springe über unsoziale Folgen von Hochrüstung und Krieg, forderte verhandeln statt schießen und Asylrecht für alle Kriegsdienstverweigerer und Deserteure in Deutschland. Das sei gelebtes Grundgesetz.

Eine Gruppe der Friedenswanderung trifft sich am Marienbrunnen in Springe

DGB- und ver.di-Funktionär Charly Braun von der „Gewerkschaftlichen Initiative für Frieden und Militär- und Rüstungskonversion“ schilderte die Lage in der am stärksten militarisierten Region Deutschlands, in der Lüneburger Heide: „Da werden die 100-Milliarden-Sonderverschuldung genutzt, um Europas größten Truppenübungsplatz zwischen Bergen und Bad Fallingbostel aufzurüsten mit 2 neuen Panzerbataillionen und sämtliche Militäreinrichtungen kriegstüchtig zu machen.“ Braun betonte: „Da viele junge Menschen keinen Bock auf Militär haben, denken Spitzenpolitiker an ein „verpflichtendes Gesellschaftsjahr“, damit werden 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. A) mehr Soldaten rekrutieren und B) den Personalmangel in Kliniken stopfen, weil wegen Hochrüstung an allem anderen gespart wird.“

Nach gemeinsamen Friedensliedern und Gedichten von Erich Kästner und Matthias Claudius wurde Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover deutlich: „Es wird über Kriege geredet, als wenn wir sieben Leben hätten. Vor allem die Jugend soll beginnend in Kitas in allgemeine Militarisierung einbezogen werden. Rüstungsausgaben sind angeblich unvermeidbar, deshalb sollen selbst Klinikschließungen hingenommen werden. Vorbereitung auf einen Krieg in 5 bis 8 Jahren, ist nicht Ziel unseres Lebens und dass unserer Kinder.“

Die Wanderung führte vorbei an ökologischen Streuobstwiesen, in eine Kunstschmiede mit viel Friedenssymbolik und endete mit großem Picknick am Deister.

PR
Foto: Frieda Pasche

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