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Ambulante Sterbebegleitung Thema beim Info-Nachmittag des SoVD Ortsverbandes Nienhagen

Damit Schwerstkranke und sterbende Menschen bis zuletzt liebevoll in ihrer vertrauten Umgebung betreut werden können, gibt es die ambulante Hospizarbeit. Viele Betroffene wissen aber gar nicht, dass es solche Angebote gibt, geschweige denn, wie sie sich nutzen lassen. So hatte der SoVD Ortsverband Nienhagen Imke von Frieling vom Ambulanten Hospiz Celle eingeladen, darüber zu berichten. Fast 70 Interessierte kamen zu dem Info-Nachmittag des SoVD-Ortsverbandes Nienhagen, um sich zu informieren und auch gezielt Fragen zu dem Thema zu stellen.

Bei der ambulanten Hospizarbeit geht es in erster Linie um Lebensbegleitung – bei einem Menschen, der nicht mehr lange zu leben hat, so erklärte Imke von Frieling, seit 2019 hauptamtliche Koordinatorin beim Ambulanten Hospiz Celle den Anwesenden. „Vielen ist nicht bekannt, dass wir als ambulantes Hospiz immer Hilfe anbieten“, so die Referentin. Die gilt für Menschen in der Häuslichkeit, in der Wiedereingliederung, im Krankenhaus sowie Pflegeheim in der Stadt und dem Landkreis Celle. Eine Begleitung ist ab der Diagnose einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung möglich.

Das ambulante Hospiz Celle hat drei hauptamtliche Koordinatorinnen. Die Ehrenamtlichen machen jedoch die Hauptarbeit; sie sind da, wenn sie gebraucht werden. Aktuell sind es beim Ambulanten Hospiz Celle fast 60 ehrenamtliche Hospizbegleitende, inzwischen auch Jüngere, „Es geht darum, einfach da zu sein, zuzuhören und zu helfen, wo möglich“, beschreibt Imke von Frieling die Tätigkeit. Die Ehrenamtlichen leisten keine Pflege, sondern sind da, wenn die Familie über ihre Sorgen sprechen möchte. Oder sie bleiben beim Patienten, während Angehörige Erledigungen machen. Obwohl hier ein Sterbeprozess begleitet wird, ist die Atmosphäre alles andere als düster oder traurig. Erinnern der guten Zeiten, aushalten des Abschiednehmens von körperlichen Möglichkeiten und Menschen wechseln sich ab. Die Ehrenamtlichen helfen, sodass die Betroffenen bis zum Lebensende zu Hause oder im vertrauten Umfeld bleiben können. Außerdem bemühen sie sich den Kranken und Angehörigen, in ihren Ängsten und Sorgen, Hoffnungen und dem, was noch möglich ist, zur Seite zu stehen. Hauptaufgabe ist ein menschliches Miteinander in einer respektvollen Zuwendung, so Imke von Frieling.

Die Hospizbegleitenden bereiten sich in einem umfangreichen Kurs auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vor, sie haben sich mit dem Sterben und Tod auseinandergesetzt und sie wissen und kennen die eigenen Grenzen und Möglichkeiten. Jemand, der Sicherheit geben will, muss gefestigt sein und selber Sicherheit haben. Derzeit gibt es mehr Bewerber für die Kurse als es Plätze gibt. Damit das Ehrenamt keinen Schaden nimmt, seien die Hauptamtlichen immer sehr nah dran und immer für die Ehrenamtlichen da, erklärt Imke von Frieling. Es gibt zudem eine wiederkehrende Begleitung in Supervision und regelmäßige Treffen der Ehrenamtlichen. Imke von Frieling betonte, dass sehr große Wert auf den „passenden“ Hospizbegleitenden gelegt wird. Da dies eine vertrauensvolle Beziehung sei, muss die Chemie wie auch die Interessen stimmen. Jedoch hat der Wunsch des zu Begleitenden oberste Priorität, denn nur die oder der Betroffene weiß, was er im Moment möchte oder braucht.

Imke von Frieling informierte auch noch über die Begleitung unheilbar kranken Kindern. Hierzu benötigen die Ehrenamtlichen noch eine zusätzliche Schulung. Eine solche Begleitung, die neben dem erkrankten Kind auch die Geschwister und Eltern mit einbezieht, erstreckt sich meist über viele Jahre. Mit dem Tod endet die Begleitung der Ehrenamtlichen. Für trauernde Angehörige gibt es in den neuen Räumen in der Guizettistraße in Celle, dem Zentrum für ehrenamtliche Hospizarbeit“, viele Angebote wie Trauer in Bewegung, Trauerfrühstück und Trauerkaffee, Trauerbegleitung wie auch eine Kindertrauergruppe. Alles ohne Bezahlung. Für die Sterbebegleitung erhält das ambulante Hospiz eine Förderung; der größte Teil wie auch die gesamte Trauerarbeit wird aus Spenden finanziert, berichtete Imke von Frieling noch auf Nachfrage. Völlig gerührt nahm sie danach einen großen Sack voll mit Herzkissen entgegen.

Danach gab es Kaffee und Kuchen. Die Bäckerei Stremmel hatte ganze Arbeit geleistet, was immer wieder zum Ausdruck kam. Die Anwesenden waren begeistert von dem reichhaltigen Kuchenbuffet. Die Anwesenden genossen es regelrecht alles zu probieren: Frankfurter Kranz-Schnitten, Erdbeer- und Heidelbeerkuchen, Käse- und Streuselkuchen, Plunderstücke in verschiedenen Variationen und vieles mehr aus der Backstube konnten probiert werden. Nebenbei wurde in gemütlicher Runde viel geklönt und sich ausgetauscht.

PR
Fotos: Gisela Janßen

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