Samstag, 18. Juli 2026

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Land in Sicht – Transition (LiST) zum Antikriegstag: „Kriegsdienst verweigern – überall & immer!“

Zum Antikriegstag hat die Initiative Land in Sicht – Transition (List) am Kriegerdenkmal in den Triftanlagen eine Mahnwache abgehalten. Den Ort wählte die Initiative, weil hier vor knapp 20 Jahren eine Umdeutung stattgefunden habe, die jetzt dramatisch in Frage gestellt werde. 75 Jahre lang war auf dem Kopfband des sogenannten Ehrenmals zu lesen: „Den Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Erinnerung, den kommenden Generationen zur Nacheiferung.“ 2005 wurde die Inschrift geändert und das martialische „Nacheiferung” durch ein nachdenkliches „Mahnung” ersetzt.

Cornelia Döllermann-Nölting, die Sprecherin der Gruppe, sieht in der herrschenden Politik eine Wende rückwärts: „Deutschland soll kriegstüchtig werden, wozu die Forderung nach Wiedereinführung der Militärdienstpflicht gehört. Wir dagegen stellen uns am Antikriegstag öffentlich gegen Kriegsdienst und Kriegsvorbereitung. Gemeinsam fordern wir Schutz und Asyl für alle Deserteure und Kriegsdienstverweiger aus Russland, Belarus und der Ukraine. Und wir sind solidarisch mit israelischen Kriegsdienstverweigern, die sich gegen den Krieg in Palästina wenden und inhaftiert werden. Kriegsdienstverweigerung ist ein konkreter Akt der Ablehnung von Krieg und Gewalt, ein konkreter Beitrag zum Frieden und zu universellen menschlichen Werten – überall und immer.“

Der 1. September wird als Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit des Beginns des Zweiten Weltkriegs seit 1957 in West-Deutschland als Antikriegstag begangen.

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