Sonntag, 10. Mai 2026

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Jessy James LaFleur präsentiert „Lost Poetry“ im Eschenhuus Eschede

Heute fand im Eschenhuus Eschede eine besondere Veranstaltung statt: Die ostbelgische Poetry-Künstlerin Jessy James LaFleur begeisterte mit ihrer Show „Lost Poetry“ das Publikum. Eingeladen wurde sie vom Bündnis gegen Rechtsextremismus, dessen Sprecherin Marlies Petersen die Gäste und die Künstlerin herzlich begrüßte. Petersen hob in ihrer Rede die enge Verbindung von LaFleur zur Region hervor. Im anschließenden Interview erwähnte LaFleur, dass sie in Celle nicht nur viel gearbeitet, sondern dort auch die Spoken Word Akademie gegründet hat.

Mit „Lost Poetry“ nimmt LaFleur ihr Publikum auf eine literarische Reise mit. Der Titel ihres Programms steht symbolisch für das, was die Künstlerin beschäftigt: Das „L“ repräsentiert den ländlichen Raum, das „OST“ verweist auf die Region, und „LOST“ steht für die vielen ungehörten Geschichten und Stimmen, die aus diesen Gegenden oft nicht bis in den politischen Diskurs vordringen. In ihren Texten beleuchtet LaFleur Themen wie strukturelle Probleme, Abwanderung und den Kampf gegen Rechtsextremismus. Doch trotz der Schwere dieser Themen ist ihre Show kein reines Klagelied – sie zeigt auch Hoffnung und Wege des Aufbruchs auf.

Die performativen Texte der Künstlerin sind tiefgreifend und gesellschaftskritisch. Sie setzt sich nicht nur mit den politischen Herausforderungen ihrer Heimat auseinander, sondern erzählt auch von den Menschen, die in vergessenen Regionen leben und sich gegen das Vergessen engagieren. Dabei betont LaFleur immer wieder, dass es mehr Verbindendes als Trennendes gibt – eine zentrale Botschaft ihrer Poetry-Show.

Im Gespräch mit LaFleur wurde auch deutlich, wie tief ihr Engagement in der Region verwurzelt ist. So erzählte zudem von ihrem „OST-Projekt“, einer Initiative, die sich an junge Menschen in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone richtet. Das Projekt verfolgt das Ziel, demokratische Strukturen zu stärken und politisches Engagement zu fördern. Zudem unterstreicht LaFleur, dass Rechtsextremismus kein Problem ist, das nur auf bestimmte Regionen beschränkt ist – es betrifft alle und erfordert gesamtgesellschaftliche Anstrengungen.

In der abschließenden Diskussion wurde auch über das Engagement gegen Rechtsextremismus in der Region gesprochen. LaFleur machte deutlich, dass es wichtig ist, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. Sie stellte klar, dass der Kampf gegen Rechtsextremismus überall geführt werden muss und dass auch in den ländlichen Gegenden viele Menschen bereit sind, sich diesem Problem entgegenzustellen.

Die Veranstaltung im Eschenhuus bot den Anwesenden nicht nur ein intensives künstlerisches Erlebnis, sondern auch Raum für Nachdenken und Austausch über gesellschaftliche Herausforderungen und die Rolle von Kunst und Kultur im Kampf gegen Rechtsextremismus.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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