Samstag, 8. August 2026

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Fünf Millionen Euro für die Gedenkstätte Bergen-Belsen

Die Celler Bundestagsabgeordneten Anja Schulz (FDP) und Dirk-Ulrich Mende (SPD) begrüßen die Bewilligung von über fünf Millionen Euro Bundesförderung für die Gedenkstätte Bergen-Belsen im Rahmen des KulturInvest-Programms.

„Ich freue mich, dass es uns über das Förderprogramm KulturInvest gelungen ist, insgesamt 5,25 Millionen Euro Bundesförderung für die Gedenkstätte Bergen-Belsen bereitzustellen, um die Rahmenbedingungen für zeitgemäße Bildungsarbeit zu verbessern“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk-Ulrich Mende nach der Freigabe der Mittel im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Anja Schulz betont die Bedeutung der Investition im Hinblick auf den zunehmenden Antisemitismus: „Laut aktuellen Statistiken sind antisemitische Straftaten in Deutschland besorgniserregend angestiegen. Im Jahr 2022 wurden über 2.600 antisemitische Vorfälle registriert, darunter zahlreiche Gewalttaten. Im Jahr 2023 haben sich die Zahlen auf über 5.000 verdoppelt. Es ist eine Schande, wenn sich Jüdinnen und Juden in unserem Land nicht mehr sicher fühlen.“

„Der Bund setzt damit ein deutliches Zeichen: Wir nehmen unsere nationale Verantwortung für die Kulturentwicklung in Deutschland wahr. Die Gedenkstätte Bergen-Belsen leistet gerade in dieser Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs eine unschätzbar wertvolle Arbeit für die gesamte Region. Mit der Mittelzusage gelingt es, die Gedenkstätte zeitgemäß und den pädagogischen Anforderungen bei der Informationsvermittlung entsprechend aufzustellen. Dafür bin ich sehr dankbar. Die Bundesförderung ist hier also gut aufgehoben“, so Mende weiter.

„Es ist unerlässlich, dass wir Orte des Gedenkens und der Aufklärung stärken, um zukünftigen Generationen die Schrecken des Holocausts vor Augen zu führen und gegen das Vergessen und jedwede Relativierungsversuche anzukämpfen. Es ist wichtig, dass wir diese Förderung gemeinsam ermöglicht haben“, sagt Anja Schulz abschließend.

Hintergrundinformationen:

Im Rahmen des Förderprogramms werden investive Maßnahmen (u. a. Modernisierung, Sanierung, Restaurierung, Um- oder Neubau) bei kulturellen Einrichtungen, Objekten und Kulturdenkmälern sowie Ausstellungen von gesamtstaatlicher Relevanz bezuschusst. Gefördert werden Vorhaben mit einem Bundesanteil von mindestens 500.000 Euro bis maximal 20 Millionen Euro. Um förderfähig zu sein, muss das Ziel verfolgt werden, Kultur für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

PR
Foto: DBT | Stella von Saldern