Tradition und Gemeinschaft beim 64. Standortschießen in Faßberg
Bei frühsommerlichem Wetter und guter Stimmung wurde am Mittwoch das 64. Standortschießen auf dem Fliegerhorst Faßberg ausgerichtet. Unter Beteiligung von Bundeswehrangehörigen, Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie zahlreichen ehemaligen Soldatinnen und Soldaten stand der Tag im Zeichen von Sport, Kameradschaft und Austausch. Eröffnet wurde die Veranstaltung – wie es in Faßberg Tradition ist – offiziell durch drei Kanonenschläge der Heidjer Böllerschützen der Schützengilde Faßberg.



















„Ein besonderes Ereignis, das uns zusammenbringt“
In seiner Begrüßungsrede betonte Oberst Dirk Niedermeier, Standortältester in Faßberg, die Bedeutung der Veranstaltung als Ort der Begegnung und des respektvollen sportlichen Wettstreits: „Es ist ein besonderes Ereignis, das uns alle zusammenbringt – erfahrene Wettkämpfer, Soldatinnen und Soldaten, begeisterte Hobbyschützen und interessierte Gäste.“
Das Standortschießen, das erstmals 1959 stattfand, konnte in diesem Jahr zum 64. Mal durchgeführt werden – mit einer pandemiebedingten Unterbrechung zwischen 2020 und 2022. Neben den Schießübungen mit dem G36-Sturmgewehr und der P8-Dienstpistole bot das Rahmenprogramm Aktivitäten wie Doppelaxtwerfen, Blasrohrschießen mit Kirschkernen, Luftgewehrschießen und Tontaubenschießen. Die Veranstaltung fand auf dem Gelände des Fliegerhorstes sowie unter Beteiligung örtlicher Vereine statt.
Breite Beteiligung aus Zivilgesellschaft, Bundeswehr und Kommunen
Neben aktiven Soldaten und Reservisten waren auch viele Gäste aus zivilen Einrichtungen eingeladen. Oberst Niedermeier begrüßte u. a. Faßbergs Bürgermeisterin Kerstin Speder, die selbst regelmäßig am Standortschießen teilnimmt. Auch Pastoralreferentin Wiebke Buchholz vom katholischen Militärpfarramt war erstmals dabei.
Aus dem weiteren Umfeld wurden u. a. begrüßt:
– Volker Prüsse, Kreisbrandmeister des Landkreises Celle
– Michael Zilk, Schulleiter des Christian-Gymnasiums Hermannsburg
– Manfred Mäule, COO von Rheinmetall Waffe Munition GmbH, Standort Unterlüß
– Brigadegeneral a. D. Gerhard Hewera, ehemaliger Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe
– Stabsfeldwebel a. D. Zerbe, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Faßberg
– Oberstleutnant a. D. Ludger Osterkamp, Vorsitzender des Fördervereins der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin
– Hauptmann a. D. Dag Hubbe, Vorsitzender des Schießsportclubs Faßberg
– Jürgen Pinkowski, Vorsitzender der Schützengilde Faßberg
Ein besonderer Dank galt den ehrenamtlich beteiligten Vereinen, vor allem dem Schießsportclub Faßberg, der erneut seinen Wurfscheibenschießstand zur Verfügung stellte. Oberst Niedermeier bedauerte, dass der Mitnutzungsvertrag für diesen und vier weitere Schießstände auf Bundeswehrgelände gekündigt wurde – aus seiner Sicht ein nicht nachvollziehbarer Schritt, dem man sich in Gesprächen mit der Wehrverwaltung entgegenzustellen hoffe.
Die Schützengilde Faßberg unterstützte die Veranstaltung erneut unentgeltlich. Neben der Bereitstellung von Ausrüstung und Betreuung verzichtete der Verein auch in diesem Jahr auf Abrechnung seiner Leistungen. Als kleines Zeichen der Anerkennung wurde eine Spendendose für die Jugendarbeit der Gilde aufgestellt.
Sicherheit, Verantwortung und Tradition im Mittelpunkt
In seiner Rede ging Oberst Niedermeier auch auf die historischen und militärischen Aspekte des Schießsports ein. Er verwies auf die lange Schützentradition in Deutschland und betonte zugleich die Rolle des Schießens als Kernkompetenz militärischer Ausbildung. Angesichts weltpolitischer Entwicklungen sei das sichere Beherrschen von Waffen „nicht nur sportliche Disziplin, sondern im Ernstfall Überlebensfähigkeit“. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine sagte er: „Dort sind Menschen auf diese Fähigkeiten angewiesen, um sich zu verteidigen.“
Besonderen Wert legte der Standortälteste auf die Sicherheit der Teilnehmenden: „Mir ist wichtig, dass sich niemand verletzt und wir am Ende alle gut nach Hause kommen.“ Den Teilnehmenden wurde deshalb dringend geraten, die Hinweise der Aufsichten zu beachten und jederzeit mit der nötigen Umsicht zu handeln.
Dank an das Organisationsteam
Für die Durchführung der Veranstaltung war Hauptmann Groß-Zündel als Projektoffizier verantwortlich. Ihm und seinem Team sprach Niedermeier ausdrücklich Dank aus – ebenso allen Helferinnen und Helfern, die das Standortschießen logistisch und organisatorisch begleiteten.
Am Ende des Tages sollten die besten Schützinnen und Schützen prämiert werden – mit Pokalen statt mittelalterlicher Steuerfreiheit. Der Standortälteste wünschte allen Teilnehmenden einen fairen, sicheren und gemeinschaftsstiftenden Wettkampftag.
Gut Schuss! – mit diesen Worten endete die offizielle Eröffnung des Standortschießens in Faßberg 2025.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de / Siegerfotos: Bundeswehr
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