Sonntag, 7. Dezember 2025

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Celle nicht länger grünste Stadt Niedersachsens – Hitze-Check 2.0 der DUH vergibt im Ampel-Ranking für Celle nur noch gelb

Da hilft nur eines, ab in die Gelbe Tonne – was rein farbentechnisch passt. Die vom Celler Tourismus-Büro unter Leitung von Johanna Crolly beschafften Fahrradsattel-Schoner aus vermutlich 100 Prozent Plastik mit der Aufschrift „Grüner wird’s nicht! #visitCelle – grünste Stadt Niedersachsens“ haben sich überlebt. Celle gibt laut dem in der vergangenen Woche von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) veröffentlichten Hitze-Check 2.0 die grüne Krone ab und rutscht ins gelbe Mittelfeld, damit ist sie nicht mehr die grünste Stadt Niedersachsens, sondern bekleidet Platz 8.

Im vergangenen Sommer 2024 hatte der in Hannover eingetragene Verein DUH erstmals einen bundesweiten Hitze-Check veröffentlicht. In Niedersachsen zeigte sich Celle als die am besten gegen Hitze gewappnete Stadt, bundesweit rangierte sie auf Platz 22. Die Deutsche Umwelthilfe hatte die Versiegelung und das Grünflächenvolumen betrachtet und daraus ein Ranking erstellt. Celle bewegte sich sowohl bei der Flächenversiegelung mit 44,59 Prozent der Stadtfläche als auch beim Grünvolumen mit 4,17 Kubikmeter Vegetation je Quadratmeter Fläche im grünen Ampelbereich.

Für den zweiten bundesweiten Hitze-Check 2.0 hat die DUH 190 Städte mit über 50.000 Einwohnern bewertet und die Kriterien erweitert. Es wurde nicht nur auf die Städte insgesamt geschaut, sondern erstmals mit einem Hitzebetroffenheitsindex (HBI) erfasst, wie viele Menschen innerhalb der Kommunen in stark belasteten Gebieten leben, also dort, wo hohe Temperaturen, dichte Versiegelung und zu wenig Grün zusammentreffen. Laut DUH basiert die Analyse auf umfangreichen Satellitendaten, die in Kooperation mit der Potsdamer Luftbild Umwelt Planung GmbH ausgewertet wurden.

Im HBI liegt der Kern der Weiterentwicklung des Hitze-Checks 2.0. Für die Berechnung des HBI werden bewohnte Flächen einer Stadt in 100 Quadratmeter große Raster unterteilt und anhand von vier Indikatoren ausgewertet: Zur Versiegelung und dem Grünflächenvolumen sind die Oberflächentemperatur und die Bevölkerungsdichte hinzugekommen.

Celle weist einen HBI von 14,57 auf, damit rangiert sie niedersachsenweit im durchschnittlichen Betroffenheitsfeld. Zum Vergleich: Die nun grünste Stadt Niedersachsens Lingen (Ems) hat einen HBI von 12,77, mit drei weiteren Städten, Wilhelmshaven (13,05), Nordhorn (13,45) und Oldenburg (13,54), teilt sie sich das grüne Ampelfeld. Das Gros der niedersächsischen Städte bewegt sich gemeinsam mit Celle im gelben Ampelbereich.

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Foto: Privat

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