Zehnjähriges Jubiläum des Wiedenrode Open Air mit vielfältigem Programm und sommerlicher Stimmung
Bei sonnigem Wetter und guter Stimmung feierte das Wiedenrode Open Air am Samstag sein zehnjähriges Bestehen. Hunderte Besucherinnen und Besucher fanden den Weg in das kleine 180-Einwohner-Dorf im Landkreis Celle, um ein abwechslungsreiches Musikprogramm in familiärer Atmosphäre zu genießen. Veranstalter war wie in den Vorjahren der Förderverein Musikfreunde Wiedenrode e.V., der seit Kurzem als gemeinnützig anerkannt ist.















Dank zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sowie großzügiger Sponsoren konnte der Festivalabend erneut kostenfrei angeboten werden – ein Anliegen, das der Verein seit Jahren mit großem Engagement verfolgt. Das Open Air versteht sich als Veranstaltung für alle Generationen, organisiert von der Region für die Region.
Nachwuchs aus Celle eröffnet das Festival
Den Auftakt machte die Celler Band Backroom, die als Nachwuchsprojekt der Celler Rock Initiative (CRI) ihren Ursprung hat. Der Förderverein legt traditionell Wert auf die Förderung junger Talente, weshalb es nahe lag, die Bühne zunächst an die Lokalmatadoren zu übergeben. Mit sichtbarer Spielfreude, musikalischer Entwicklung und einer spürbaren Weiterentwicklung begeisterte Backroom das Publikum von Beginn an.
Erstmals in Wiedenrode: The Legend of Sabs
Ein Highlight des Abends war der Auftritt der Alternativrock-Band The Legend of Sabs aus Braunschweig. Die Band um Sängerin Sabrina sowie Sven, Ronny, Igor und Sascha steht seit ihrer Gründung im Jahr 2022 für ein kreatives Gesamtkonzept: Ihre Songs erzählen eine Fantasiegeschichte als musikalische Abenteuerreise durch innere und äußere Konflikte. Passend dazu produzierte die Band bereits ein eigenes Musikvideo, das ihre metaphorischen Figuren und den Kampf gegen persönliche Dämonen in Szene setzt. Für das Quintett war es der erste Auftritt in Wiedenrode – das Publikum nahm sie begeistert auf.
Internationale Erfahrung: moonday6 aus Hannover
Ebenfalls zum ersten Mal dabei war die Band moonday6 aus Hannover. Die vier Musiker Marvin, Tobek, Ben und Holger bringen internationale Festivalerfahrung mit – Auftritte in Polen, Spanien und Österreich liegen hinter ihnen. Seit 2021 ist die Band verstärkt aktiv, das zweite Album ist für den September angekündigt. In Wiedenrode überzeugten sie mit eingängigen Songs und souveränem Bühnenauftritt.
Female Fronted Metal: Faithfully Mine
Einen weiteren Akzent setzte die Band Faithfully Mine, deren Mitglieder aus Braunschweig, Peine und Gifhorn stammen. Die Musikerin Becky steht gemeinsam mit Jo, Matze und Marion für melodischen Metal mit klarem Gesang. Die Band formierte sich erst im vergangenen Jahr vollständig, nachdem zuvor bereits ein gemeinsames Album entstanden war. In Wiedenrode präsentierten sie sich das erste Mal gemeinsam auf einer Open-Air-Bühne – ein gelungener Auftritt, der sowohl Neugier als auch Anerkennung auslöste.
Singer-Songwriter auf der kleinen Bühne
Für musikalische Übergänge sorgten mehrere Soloacts auf der kleinen Bühne zwischen den Hauptbühnenprogrammen. Buddy Schmidt, alias Sebastian Schmidt, war bereits zum dritten Mal beim Open Air dabei – sowohl solo als auch mit seiner Band Broken Silence. „Ein cooles Festival, das man einfach unterstützen muss“, so sein Fazit. Auch das Projekt Streight up Nancy war vertreten – wenn auch nur in reduzierter Besetzung. Gitarrist Holger übernahm den Auftritt alleine, da seine Bandkollegen sich im Urlaub befanden. Für ihn war es nicht nur der erste Auftritt in Wiedenrode, sondern auch die Premiere als Solo-Künstler unter freiem Himmel.
Ein weiterer Name auf der kleinen Bühne war Two For You, die wie Streight up Nancy für intime Momente zwischen den größeren Sets sorgten.
Familiäres Umfeld – auch überregional
Die Stimmung war durchweg entspannt und fröhlich. Als besondere Anekdote blieb ein Festivalbesucher aus Köln in Erinnerung, der eigens angereist war, um The Legend of Sabs live zu erleben – ein Zeichen für die überregionale Strahlkraft des kleinen, aber engagierten Festivals in Wiedenrode.
Mit Musik, Begegnung und ehrenamtlichem Engagement wurde der Jubiläumsabend zu einem gelungenen Fest – getragen von regionaler Verbundenheit und offener Willkommenskultur.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de
Fotos: Marcel Neumann (3)
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