Frauen im geteilten Deutschland – Ausstellung im vhs Haus
Am Montag, 1. September punkt 9 Uhr wurde die Ausstellung “Frauen im geteilten Deutschland“ im vhs Haus, Trift 20 eröffnet. Zu sehen ist sie vom 1. September – 30. November 2025 während der vhs Öffnungszeiten.
Worum geht es? Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte. Dennoch begegnet man (und frau) immer noch vielen Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Die Westfrau wird oft entweder als „Heimchen am Herd“ oder als knallharte Karrierefrau beschrieben. Die Ostfrau hingegen steht im Kohlebergbau „ihren Mann“. Sie wird als tough bezeichnet oder auch als Rabenmutter, weil sie ihre Kinder in die Krippe gibt. Die Westfrau gendert, während die Ostfrau damit nichts anzufangen weiß. Die Ostfrau gilt mal als Verliererin, mal als Gewinnerin der deutschen Einheit.
Die Liste der Zuschreibungen ist lang. Obwohl sie sich teilweise grotesk widersprechen, zeugen sie doch alle von der Überzeugung, man wisse genau, wie DIE Ostfrau und DIE Westfrau eigentlich ticken. Vor allem eines scheint klar zu sein: Sie ticken alle gleich, aber im Vergleich zum anderen Teil Deutschlands sehr unterschiedlich. Woher kommen diese Zuschreibungen? Und was ist an ihnen dran? Es ist Anliegen der Ausstellung, die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar zu machen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten (in den 1970er und 1980ern) mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden aufzuzeigen. Gleichzeitig wird damit auch etwas über die Lebensrealität von Männern mitgeteilt.
„Ich habe viele Menschen in Celle kennengelernt, die seit den 60iger Jahren aus dem „Osten“ nach Celle/in den „Westen“ gekommen, „rübergemacht“, geflohen sind. Die nach 1989 Geborenen haben die „DDR“ gar nicht mehr erlebt oder nur als historisches Wissen. Ich finde, wir sollten ins Gespräch kommen und Möglichkeiten finden das Schweigen über Schönes und Unrecht in den beiden Systemen zu beenden“, begründet Liliane Steinke das Motiv, die Ausstellung in der vhs zu zeigen. „Jüngst, führt sie weiter aus, war ich mit einer vhs Gruppe in der Kulturhauptstadt Chemnitz. Chemnitz war u.a. eine logistisch ausgewählte Stadt für den „Freikauf“ politischer Gefangener. Es gab viel Anlass über Ost-West zu sprechen, verbunden mit viel Interesse und Neugier.“
Montags-freitags, von 9-13 Uhr und Dienstag und Donnerstag, von 15-18 Uhr ist die vhs Geschäftsstelle, Trift 20 geöffnet und die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ zu besichtigen. Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von Clara Marz. Wer ins Gespräch kommen und gemeinsam die Ausstellung erleben möchte, der melde sich bitte bei Liliane Steinke, l.steinke@vhs-celle.de. Eine kostenfreie Führung findet am Dienstag, 23.9., 18 Uhr statt. Interessenten melden sich bitte unter CE1211 an.
Weitere Infos: www.vhs-celle.de; 05141-9298-0
PR
Fotos: Martina Hancke
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