9. Auflage von „Eschede erfahren“: Genussradler und CTF-Tour im Mittelpunkt
Am 14. September 2025 fand in Eschede die 9. Auflage des Radevents „Eschede erfahren“ statt. Startpunkt war wieder am Bahnhof in Eschede. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen: Das ursprünglich geplante Gravelbike-Rennen konnte nicht durchgeführt werden, da der Landkreis Celle nach längerer Verzögerung keine Genehmigung für die Strecke erteilte.

























„Uns wurde mündlich mitgeteilt, dass die Nutzung der Kreisstraße für das Rennen nicht gestattet wird“, erklärte Organisator Jens Buchholz im Vorfeld. Für das kommende Jahr hofft das Team jedoch, das Gravelbike-Rennen wieder fest ins Programm aufnehmen zu können.
Genussradler und CTF-Tour statt Rennen
Statt des Rennens rückten diesmal zwei andere Touren in den Mittelpunkt: die Genussradler, die mit gemütlichem Tempo den Naturpark Südheide erkundeten, und die CTF-Tour (Country-Tourenfahrt), die sportlich ambitioniertere Radfahrer ansprach.
„Wir haben in diesem Jahr viele neue Erfahrungen gesammelt“, sagte Jens Buchholz bei der Begrüßung. „Trotz aller Schwierigkeiten sind wir froh, diesen Tag gemeinsam mit euch erleben zu dürfen. Mein Dank geht an unser gesamtes Team und an die Sponsoren, die diese Veranstaltung ermöglichen.“
Insgesamt nahmen rund 75 Fahrerinnen und Fahrer an der CTF-Tour teil, während sich etwa 60 Genussradler für die gemütlichere Strecke entschieden.
Begrüßung durch Stephanie Bölke
Auch Stephanie Bölke, 1. Vorsitzende des Orga-Teams, begrüßte die Teilnehmenden. Sie startete gemeinsam mit der Abteilung „Männerfitness“ des TuS Eschede um 10 Uhr in eine eigene Richtung, um Überschneidungen mit den Hauptgruppen zu vermeiden. „Wir sehen uns später wieder am Bahnhofsvorplatz, wo es auch eine Stärkung geben wird“, kündigte sie an.
Die Veranstaltung ist seit 16 Jahren Teil des Entdeckertages der Region Hannover und zieht regelmäßig Teilnehmende aus dem gesamten Landkreis Celle sowie aus dem Großraum Hannover an.
Durch den Naturpark Südheide
Die Strecken führten auf überwiegend bewaldeten Wegen durch den Naturpark Südheide und die Gemeinde Südheide. Unterwegs waren mehrere Haltepunkte eingeplant. So führte eine längere Pause ins Tiefental, eine geologisch durch die Eiszeit geprägte Landschaft. Hier sind noch heute Spuren militärischer Nutzung aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar, darunter Sprengkrater und ehemalige Übungsanlagen.
Auch der Angelbecksteich lag auf der Route. Dort erinnert ein Gedenkstein an die Waldbrandkatastrophe von 1975, bei der zwischen dem 10. und 17. August über 5000 Hektar Wald brannten und mehr als 20.000 Einsatzkräfte im Einsatz waren.
Kunstinstallation und Geschichte am Wegesrand
Am Zielpunkt in Eschede konnten sich die Teilnehmenden bei Imbiss und Getränken stärken. Unter den Bäumen ist seit einiger Zeit die Kunstinstallation „fishandships“ des hannoverschen Künstlers Wolfgang Jeske zu sehen, die auf den Klimawandel und den Umgang mit Natur und Umwelt hinweisen soll.
Zudem gab es Informationen über historische Orte entlang der Strecke, darunter das ehemalige Marinesperrzeugamt Starkshorn, eine Munitionsanstalt der Kriegsmarine aus den Jahren vor und während des Zweiten Weltkriegs.
Ausblick
Trotz des Ausfalls des Gravelbike-Rennens zeigten sich die Organisatoren zufrieden mit der diesjährigen Veranstaltung. Für das kommende Jahr kündigte Jens Buchholz eine erneute Auflage an – dann mit dem Ziel, das Rennen wieder fest in den Ablauf zu integrieren.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de
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