Samstag, 24. Januar 2026

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Interkulturelles Leben, Lernen und Forschen: Rückblick auf 13 Jahre FIT

Ein Ort der Begegnung, eine Oase, ein Zuhause: Zahlreiche Attribute wurden der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) am Samstag zugeschrieben. Sie alle machten deutlich: Es war ein besonderer Ort, dessen Geschichte nach nur 13 Jahren zu Ende geht. Mit einem Gottesdienst, Empfang und mehreren Workshops zur Zukunft der interkulturellen theologischen Studiengänge wurde an diesem Tag auf dem Gelände an der Hermannsburger Missionsstraße zum letzten Mal „die FIT-Community gefeiert“.

Rund 140 Besucher hatten sich eingefunden, darunter ehemalige Studierende und Lehrende, Vertreter der niedersächsischen Landeskirchen, die Bürgermeisterin der Gemeinde Südheide, Katharina Ebeling, aber auch Theologen, die hier ein und aus gingen als das Gebäude noch als „Missionsseminar“ der Ausbildung von Missionar diente.

Der Gründungsrektor der FIT, Prof. Dr. Dr. Frieder Ludwig, zeichnete in seiner Ansprache noch einmal den Weg nach, der zur Gründung im Oktober 2012 geführt hatte. Die Studiengänge sollten junge Menschen aus aller Welt befähigen, diakonische, pädagogische oder auch akademische Aufgaben zu übernehmen. Studierende aus 35 afrikanischen, asiatischen, europäischen und südamerikanischen Ländern haben diese Herausforderung in den vergangenen 13 Jahren erfolgreich angenommen.

Einer von ihnen ist Pastor Prince Ossai Okeke, der ebenfalls beim Empfang ans Mikrofon trat. Heute ist er Referent für internationale Gemeinden und Vorsitzender des African Christian Council Hamburg e.V.. Er erinnerte sich an die Fachhochschule als „Zuhause, wo wir wir selbst sein konnten.“ Und mit einem Augenzwinkern auf die Gepflogenheiten afrikanischer Gemeinden: „Wir konnten singen und beten, so laut wir wollten“. Sein abschließender Appell lautete: „Führt die Partnerarbeit mit den weltweiten Kirchen weiter. Die FIT stirbt nicht, sie lebt in euch weiter.“

Oberlandeskirchenrat Dirk Stelter aus der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, der auch Vorsitzender des Geschäftsführenden Ausschusses des ELM ist, betonte, dass der Beschluss, die FIT zu schließen, nicht aus inhaltlichen, sondern aus ökonomischen Gründen habe getroffen werden müssen.

Stellvertretend für die Fortsetzung der Studiengänge an der Universität Göttingen stand eine symbolische Übergabe. Der zuletzt amtierende Rektor der FIT, Prof. Dr. Andreas Kunz-Lübcke, übergab eine von fünf Leuchten an Prof. Dr. Jan Hermelink, der den Lehrstuhl für Praktische Theologie/Pastoraltheologie an der Uni Göttingen innehat. Diese fünf Leuchten, Geschenk eines Studierenden aus Pakistan, symbolisieren – je nach Interpretationsansatz – die fünf weisen Jungfrauen aus dem Evangelium oder die fünf religiösen Schriften der Weltreligionen. „Wir versprechen, dass wir die Studiengänge nicht nur hüten, sondern auch weiterentwickeln werden in eine Richtung, die in Hermannsburg schon angelegt wurde“, so Prof. Hermelink.

Susanne Zaulick
Fotos „Fest“ und „Übergabe“: Susanne Zaulick
Fotos „Graduierte, Graduierte und Lehrende sowie fliegende Hüte: Dorothea Müller

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