Sonntag, 8. März 2026

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Wildpark Müden bestätigt Konflikt mit Landkreis – Betreiber warnt erneut vor möglicher Schließung

Der Wildpark Müden hat seine Darstellung zur aktuellen Situation konkretisiert und bekräftigt, dass der Konflikt mit dem Landkreis Celle weiter ungelöst ist. Wie der Park mitteilt, hängt die Zukunft des Betriebs weiterhin von der ausstehenden Zoogenehmigung und der vom Landkreis geforderten Sicherheitsleistung ab. Der Wildpark spricht in diesem Zusammenhang von einer „existenzbedrohenden Entwicklung“. Unabhängige Stellungnahmen über die öffentlich bekannten Verlautbarungen des Landkreises hinaus liegen derzeit nicht vor.

Hintergrund: Streit über Zoogenehmigung und Sicherheitsleistung seit Jahren

Nach Angaben des Wildparks wartet die Einrichtung seit über einem Jahrzehnt auf eine vollständige Zoogenehmigung nach § 42 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Der Betreiber, Geschäftsführer Thomas Wamser, hatte bereits mehrfach kritisiert, dass das Verfahren aus seiner Sicht nicht abgeschlossen werde, obwohl alle relevanten Unterlagen eingereicht seien. Der Landkreis verweist hingegen darauf, dass die Antragsunterlagen lange Zeit nicht vollständig gewesen seien und Nachforderungen notwendig wurden.

Zusätzlich zur Genehmigung verlangt der Landkreis eine Sicherheitsleistung. Nach Darstellung des Wildparks handelt es sich um eine Summe im mittleren fünfstelligen Bereich. Diese Reserve soll sicherstellen, dass im Fall einer Insolvenz Versorgung und Unterbringung der Tiere gewährleistet sind. Die Behörde beruft sich dabei auf § 42 Abs. 4 Satz 2 BNatSchG, eine Regelung, die eine solche Forderung ermöglicht.

Der Wildpark hält die Sicherheitsleistung nach eigenen Angaben jedoch wirtschaftlich nicht für tragbar. Wamser argumentiert, dass die Summe aufgrund möglicher Erweiterungen stets neu berechnet werden könne und damit keine langfristige Planung zulasse. Die Einrichtung sieht sich dadurch strukturell benachteiligt gegenüber kommunal finanzierten Zoos.

Unklare Perspektive für das Frühjahr 2026

Bereits im Zusammenhang mit dem Lichterfest Anfang Dezember hatte der Wildpark öffentlich erklärt, dass die Zukunft ungewiss bleibe. Damals wechselte die Anlage in den Winterbetrieb und kündigte eingeschränkte Öffnungszeiten an. Die Frage, ob im Frühjahr regulär geöffnet werden kann, sei weiterhin offen, so Wamser.

Reaktion des Landkreises

Der Landkreis Celle hatte zuletzt betont, dass die Sicherheitsleistung nicht dazu diene, den Wildpark zusätzlich zu belasten, sondern ausschließlich der Absicherung der Tierhaltung im Ernstfall dienen solle. Nach Darstellung der Verwaltung handelt es sich dabei nicht um eine Abgabe oder Zahlung an den Landkreis. Die Summe würde auf einem separaten Konto – vergleichbar mit einer Mietkaution – hinterlegt und bliebe grundsätzlich Eigentum des Wildparks. Nur im Notfall, etwa im Fall einer Insolvenz, könnte der Landkreis auf diese Rücklage zugreifen, um Versorgung und Unterbringung der Tiere sicherzustellen.

Zugleich verweist der Landkreis auf umfangreiche Zahlungen an Wamsers Unternehmen im Zusammenhang mit der Betreuung der Tiere aus dem ehemaligen Filmtierpark Eschede.

Nach Angaben des Landkreises wurden bislang 702.772,30 Euro an die drei Unternehmen von Wamser (Wildtierpark Müden, Eventfalknerei, Tipada) ausgezahlt; Futtermittelkosten seien zusätzlich separat abgerechnet worden.

Park ruft Bevölkerung zur Unterstützung auf

Der Wildpark informiert weiterhin offen über die Entwicklung und verweist auf eigene Kommunikationskanäle, darunter die Social-Media-Profile von Geschäftsführer Thomas Wamser. Besucherinnen und Besucher werden dazu ermutigt, sich einzubringen und den Park öffentlich zu unterstützen.

Ob der Betrieb im Frühjahr wieder regulär öffnet, hängt nach Angaben des Wildparks maßgeblich vom weiteren Vorgehen des Landkreises ab. Eine endgültige Entscheidung steht weiterhin aus.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse

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