Montag, 19. Januar 2026

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Unterstützung für die guten Vorsätze 

Immer mehr Menschen verzichten im Rahmen des sogenannten „Dry Januray“ auf Alkohol im ersten Monat des Jahres. Der Verzicht auf Alkohol hat bereits kurzfristig eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf den Körper, so verbessert sich die Schlafqualität und die Cholesterinwerte sinken.

Der Vorsatz auf den Verzicht ermöglicht auch die Überprüfung, welchen Stellenwert der Alkohol im Leben einnimmt. Wenn es schwerfällt oder nicht möglich ist, den eigenen Vorsatz der Abstinenz für einen Monat umzusetzen gibt es Unterstützungsmöglichkeiten. 

Die niedersächsischen Suchtberatungsstellen können ein Anlaufpunkt sein. Die Beratung ist kostenlos und wird auf Wunsch anonym angeboten. „In der Beratung muss es nicht um eine vollständige Abstinenz gehen, die Besucher Ratsuchenden bestimmen die Ziele selbst. Auch bei einer Reduzierung des Konsums stehen die Berater*innen gerne hilfreich zur Seite“, erläutert der Leiter der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS), Michael Cuypers. Die NLS ist eine Abteilung der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen, LAG FW. 

Wer sich einen Besuch in der Beratungsstelle nicht vorstellen kann, hat die Möglichkeit, über die das Online Angebot „DigiSucht“ per Mail, Chat oder Videocall professionelle Unterstützung zu erhalten. Die Beratungsplattform ist unter h ps://www.suchtberatung.digital zu erreichen.

Im Jahr 2024 haben die niedersächsische Suchtberatungsstellen über 45.000 Menschen dabei unterstützt, ihre Ziele zu erreichen. Nahezu die Hälfte suchte die Beratung aufgrund von Problemen mit Alkohol auf. 

Viele Zahlen, Daten und Fakten zu der Arbeit der Beratungsstellen finden sich in der von der NLS veröffentlichten „Suchthilfestatistik 2024 für ambulante Einrichtungen in Niedersachsen“.

Neben der beruflichen Suchthilfe kann auch der Besuch einer Suchtselbsthilfegruppe ein erster Schritt und eine große Hilfe sein. Es gibt mehr als 400 Selbsthilfe- und Absnenzgruppen, die sich über ihre Verbände unter dem Dach der LAG FW vernetzten. „Für viele Menschen mit Unterstützungsbedarf ist das Gespräch mit selbst Betroffenen eine gute Möglichkeit, um über Fragen und Sorgen in den Austausch zu kommen und Lösungen zu finden,“ meint auch Tobias Trillmich, Referent für Suchthilfe in der NLS. Egal welchen Weg gewählt werde, es gehe darum, die eigenen Ziele zu erreichen und die Kontrolle zu behalten bzw. zurückzugewinnen, so die Experten der NLS. 

Die NLS weist darauf hin, dass sich die Angebote der Beratungsstellen und Suchtselbsthilfegruppen auch an Angehörige richten, denn auch deren Lebensqualität kann durch die Probleme infolge des Konsums von Alkohol stark leiden.

PR
Foto: Caravel-Productions / Pixabay

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