Montag, 16. Februar 2026

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Mahnwache auf der Stechbahn am Holocaust-Gedenktag

Ca. 70 Personen hatten sich heute am Holocaust-Gedenktag zu einer Lichtermahnwache eingefunden. Die OMAS GEGEN RECHTS CELLE hatten dazu eingeladen. In mehreren Redebeiträgen wurden die Schicksale der Opfer aus deren authentischen Aufzeichnungen vorgetragen und somit die historischen Ereignisse in Erinnerung gerufen. Sigrid Hestermann fasste das damalige Geschehen anlässlich des Gedenktages mit einem eindringlichen Appell zusammen:

„Heute vor 81 Jahren erreichte die sowjetische Armee einen kleinen Ort in Polen namens Oświęcim /Auschwitz. Dort entdeckte sie ein Konzentrationslager der Deutschen. Auschwitz-Birkenau war das größte der 37 KZs, in denen unbeschreibliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit von Deutschen begangen worden waren. Millionen Menschen, Jüdinnen und Juden, Sinitizze und Romnja, Homosexuelle, Kranke, sogenannte Asoziale und politische Gegnerinnen und Gegner, fielen dem Nationalsozialismus zum Opfer, sie wurden entrechtet und entwürdigt, gequält und ermordet. Mit dem heutigen Holocaust Gedenktag wollen wir an diese Verbrechen erinnern und für die Zukunft mahnen, in dem wir Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort kommen 

Würden wir für jeden ermordeten Menschen eine Schweigeminute einlegen, wäre es elf Jahre still. Im Gedenken an die unzähligen Opfer bitten wir jetzt um eine Schweigeminute. 

Zum Schluss wollen wir hören, was uns die Holocaust Überlebende Zeitzeugin Margot Friedländer mit auf den Weg gegeben hat:
“Ich bin gekommen, um mit Euch zu sprechen, Euch die Hand zu reichen, aber Euch auch zu bitten, dass Ihr die Zeitzeugen werdet, die wir nicht mehr lange sein können…
Was war, können wir nicht mehr ändern, aber es darf nie wieder geschehen,…
Wir sind alle gleich – es gibt kein christliches, muslimisches, jüdisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut. Ihr habt alle dasselbe. (…) Seid doch Menschen!”

Im Auftrag von Margot Friedländer sagen wir: “Nie wieder ist jetzt.“ Angesichts dessen, dass in unserem Land die Erinnerung an die unvorstellbaren Grauen des Holocausts zu verblassen scheint, reicht das aber nicht mehr. Es muss jetzt lauten: Nie wieder heißt jetzt handeln!
Lasst uns handeln, indem wir widersprechen, wenn rassistische, antisemitische oder menschenfeindliche Parolen fallen.
Indem wir Menschen unterstützen, die angegriffen werden.
Indem wir melden, wenn wir strafbare Äußerungen und Handlungen bemerken 
Indem wir sichtbar sind: Im Alltag, bei Demonstrationen, bei Gedenkveranstaltungen, in unseren Initiativen.

Oder um es mit Margot Friedländer zu sagen:
Seid Menschen! Hier, jetzt und überall.“

PR
Fotos: Celler-Presse.de

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