Sonntag, 8. März 2026

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Kein Grund, „Partyzipation“ in Celle zu feiern – Andreas Lechner fordert neues Miteinander

 „Gerne hätte ich noch viel mehr erreicht“, resümiert Andreas Lechner seinen Einsatz im Ortsrat Hehlentor. Zwei Sitzungen stehen noch aus, dann will sich der Grünen-Politiker vollständig seinem zivilgesellschaftlichen Projekt „parCelle – gemeinsam einfach machen“ widmen. Besonders freue er sich auf die geplante Fahrradzone und neue Impulse für nachhaltige Stadtentwicklung.

Im Mittelpunkt seines jüngsten Engagements stand ein Konzept für ein sozialeres Miteinander in den Nachbarschaften des Hehlentor. Hintergrund sei die Beobachtung von Experten, dass zunehmende Radikalisierung und gesellschaftliche Kompromisslosigkeit häufig mit fehlenden Begegnungen im Alltag zusammenhängen. „Es fehlen Orte der spontanen Begegnung – Eckkneipen, Treffpunkte, geschützte Räume im Quartier“, so Lechner. „Auch ich habe zu wenig Gelegenheiten, meine ‚grünen Spinnereien‘ mit anderen – gerade auch mit konservativen Menschen – weiterzuentwickeln“, sagt er augenzwinkernd.

Aus einer konkreten Alltagssituation entstand seine Idee der sogenannten „Nachbarschaftshaltestellen“. Zwei Jugendliche, die am Berkefeldweg am Randstein saßen, brachten ihn ins Nachdenken: Wo können sich junge Menschen außerhalb des Elternhauses vertrauensvoll austauschen? Ein überdachter Treffpunkt mit Tisch – niederschwellig, witterungsgeschützt und offen für alle – könne hier Abhilfe schaffen.

Um seine Vorschläge fachlich abzusichern, studierte Lechner unter anderem den Fahrradaktionsplan sowie das Klimaschutzkonzept der Stadt Celle intensiv und identifizierte zahlreiche Anknüpfungspunkte. Im Sommer sammelte die Initiative parCelle zudem rund 100 Ideen am Großen Plan. Ein Antrag aus Mai 2025 sah vor, gemeinsam mit den Nachbarschaften konkrete Bedarfe zu ermitteln und auf Basis erster Ideenskizzen weiterzuentwickeln.

In der Ortsratssitzung vom 25. September wurde jedoch mitgeteilt, dass eine sorgfältige Prüfung durch die Verwaltung ergeben habe, dass das Vorhaben in der vorgeschlagenen Form nicht umsetzbar sei. Für Lechner ist das ein bekanntes Muster: „Es ist nachvollziehbar, dass Verwaltungsexperten in einer frühen Konzeptphase zunächst mit Bedenken, Regularien und Vorgaben reagieren. Das gehört zu ihrer fachlichen Kompetenz. Doch krisenresilient oder innovationsfreudig macht uns das nicht automatisch.“

Er sieht Politik und Verwaltung gemeinsam in der Verantwortung, Mitarbeitende zu ermutigen, Lösungen möglich zu machen, statt sie primär zu verhindern. „Die entscheidende Frage muss lauten: Wie kann meine fachliche Kompetenz dazu beitragen, eine Idee zum Fliegen zu bringen?“ Innovation und Veränderung müssten willkommen geheißen und im Idealfall „partyzipativ“ gefeiert werden. So könne Demokratie gestärkt und neue Wege gemeinschaftlich erprobt werden.

Als Beispiele nennt Lechner ein mögliches Pop-up-Jugendcafé in der Altstadt oder ein mobiles Lastenrad-Café als kreative, regelkonforme Lösung für temporäre Begegnungsräume. Perspektivisch könne auch das Projekt KLiCE – kurz für „KLiMA CELLE“ – Impulse liefern, um gesellschaftlichen Wandel konstruktiv zu gestalten. Eine entsprechende Web-Domain habe er bereits gesichert; eine „partyzipative“ Vorstellung sei im Rahmen der Maker Faire Hannover im August geplant.

Mit Blick auf die Ablehnung der „Nachbarschaftshaltestellen“ kritisiert Lechner Widersprüche in der Argumentation der Verwaltung. Während innovative Treffpunkte im öffentlichen Raum als problematisch eingestuft würden, seien interne Lösungen – etwa geschützte Fahrradabstellplätze für Mitarbeitende – selbstverständlich möglich. Sein Fazit fällt deutlich aus: „Geht nicht – gibt’s nicht? Doch in Celle! Wir brauchen ein anderes Miteinander.“

Lechner wirbt abschließend für eine Stadtgesellschaft, die Begegnung, Kreativität und Beteiligung stärker in den Mittelpunkt stellt – nicht als Ausnahme, sondern als gelebte Praxis.

PR/Redaktion
Celler Presse
Foto: Pixabay / Pexels

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