Freitag, 6. März 2026

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Kinder- und Jugendchortage in Celle begeistern Publikum und Beteiligte – Egon Ziesmann beendet nach 25 Jahren sein Engagement

Am vergangenen Wochenende haben die 22. Celler Kinder- und Jugendchortage im Schulzentrum an der Burgstraße ganz im Zeichen von Musik und Gemeinschaft und Kindern und Jugendlichen gestanden, die ohne Wettbewerb ihr Können präsentierten. Unter der Schirmherrschaft des Kreischorverbandes fand die zweitägige Veranstaltung statt und zog fast 500 junge Sängerinnen und Sänger von der Grundschule bis zur Oberstufe an.

Jeder Chor, jede Singgruppe hatte als Vorgabe ein Volkslied zu präsentieren, zusätzlich reichten die Programme von Kinderliedern über Musicaltitel, geistliche Lieder, Popsongs bis hin zu zeitgenössischen Stücken. Die Kleinsten inszenierten ihre Lieder häufig mit Bewegungen und kleinen Choreographien, während bei den Größeren auch mehrstimmiges Singen und teils anspruchsvollere Stücke im Fokus standen.

Egon Ziesmann, ein Urgestein in der Celler Chorszene, moderierte zum letzten Mal durch die Konzerte. Am Abend erklärte er seinen Mitstreitern, dass es Zeit sei für ihn, aufzuhören und Platz zu machen für die Jüngeren. Ziesmann ist Mitbegründer und Leiter der Celler Kinder- und Jugendchortage. In seiner Ansprache hob er hervor, wie gut es Celle habe mit einer Vielfalt an bestehenden Chören. Außerdem hob er die Bedeutung von Gemeinschaft, Toleranz und Respekt im Chorsingen hervor: „Singen sucht die Gemeinschaft. Singen ist sozusagen die soziale Intelligenz.“ Unter seinem Dirigat erlernte das Publikum, bestehend zum großen Teil aus den Eltern und Großeltern der singenden Kinder, gemeinsam Kanon zu singen oder Volkslieder wie „Es geht eine helle Flöte“ mitzusingen. Ziesmann dankte Eltern, Pädagogen und ChorleiterInnen, welche sich für das Singen im Chor engagieren.

Am Freitagnachmittag waren die jüngeren Kinder in Aktion. Den Auftakt gaben die Minis des Kinderchors Hambühren unter der Leitung von Britta Ziesmann mit viel Bewegung gab es das „Muntermacherlied“ und andere Kinderlieder begleitet von Britta Ziesmann an der Gitarre. Die Grundschule Vorwerk präsentierte einen bunten Reigen von Liedern, darunter der Klassiker vom „Bi-, Ba-, Butzemann“ mit ihrer Musikpädagogin Elisabeth Buß. Hannah Schäfer trat mit der 4ten Klassenstufe der Grundschule Westercelle auf und präsentierte zwei selbst komponierte Stücke mit ihren Chorkindern. Den Abschluss des ersten Konzertblocks bildeten die Chöre der Grundschulen Blumlage/Altstadt unter der Leitung von Sandra Graß-Suray und Mechthild Stephany mit dem Motto „Einfach lecker“ – eine kulinarische Liedreise von der Kartoffel bis zum Pfannkuchen. Weitere Liedbeiträge kamen von der Grundschule Garßen (Leitung: Friederike Meyer) mit Stücken wie „I’ve got Peace like a River“. Dann kamen die Kinder der Chorklasse 5c des Gymnasiums Ernestinum unter der Leitung von Maria Meynecke dran. Hier hatten sich die jungen Sänger und Sängerinnen mit dem Thema Natur und Tier auseinandergesetzt. Der Chor der Grundschule Oldau brachte dann wieder Stimmung auf die Bühne. Er performte „Die coole Bongo-Disco“, begleitet wurde erneut von Britta Ziesmann. Es folgten die Vokalini des Hölty-Gymnasiums unter der Leitung von Annika Weiß. Die jungen Chorsängerinnen und Chorsänger hatten das Thema „Unsere Erde“ (ein Lied von Egon Ziesmann) musikalisch thematisiert.

Für den dritten Konzertblock am Samstagmittag waren fast 100 Kinder aktiv. In großer Besetzung erklommen die Kinder der Grundschule Winsen/Aller das Podium und brachten unter der Leitung von Tanja Frei „So bin nur ich“ von Ida Barleben mit einer schönen Choreographie fröhlich auf die Bühne. Es folgten die Magical Kids, ebenfalls aus Winsen. Diese Singgruppe hob sich deutlich von den bisherigen Darbietungen ab. Hier endete das „analoge Singen“, mochten manche meinen. Zu Playbackmusik brachten die über 30 Kids mit viel Schwung und Energie viel Choreographie zu den meist selbst geschriebenen Songs von Niels Marquardt auf die Bühne, so dass der Gesang eher zur Nebensache wurde. Mechthild Stephany mit den Kindern des Spatzenchores und der Kinderkantorei der Stadtkirche Celle sangen „Echt elefantastisch“ aus der Feder der christlichen Komponistin Hella Heizmann und stellte eine Verbindung zu „Salibonanai“, einem traditionellen Lied aus Simbabwe, sowie dem Volkslied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ her. Es folgten in dem Block noch die Kinder des Grundchores Cantus Cordis unter der Leitung von Gerhard Ropeter. Die Chöre aus Hardegsen bekommen eine sehr gute Ausbildung und haben schon mehrere Auszeichnungen gewonnen. Dieser am weitesten gereiste Chor, hier nun mit seiner jüngsten Chorstufe, begann mit dem Kanon „Gaudeamus hodie“ und endete mit dem Kinderlied von Uli Führe mit dem von Ropeter selbst geschriebenen Text „Das neue Jahr“. 

Der Abschlussblock am Samstagnachmittag bestand aus nur zwei Chöre, da es Ausfälle durch Krankheit gab. Dennoch boten die Young Voices des Hölty-Gymnasiums unter der Leitung von Annika Böse ein berührendes Acapella-Programm, darunter von Huddie Ledbetter „Bring me little water, Silvy“ und das Volkslied „Die Blümelein, sie schlafen“. Den Höhepunkt bildete der Hauptchor von Cantus Cordis mit einer schwedischen Volkslied-Fassung „Till Österland vill jag fara“, gefolgt von Henry Youlls „In the merry Month of May“, wo jede Note saß und die Zuhörer eine tolle Interpretation von Chormusik bekamen. Mit einem gemeinsam gesungenen klassischen Abendlied beendete Ziesmann die Kinder- und Jugendchortage.

Ute Schworm
Fotos: Joschua Claassen

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