Neue Initiative für feministische Selbstverteidigung in Neuenhäusen
Den Schutz in die eigene Hand nehmen, ab diesem März gibt es im Stadtteiltreff der Solidarischen Initiative Neuenhäusen ein nachbarschaftliches Angebot für feministische Selbstverteidigung. Sie wird als eine Antwort auf die weiterhin gefahrvolle Realität für Frauen und weitere unterdrückte Geschlechter in der deutschen Gesellschaft verstanden.
Das aktuelle Bundeslagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ sei eindeutig. Die Gewalt an Frauen nehme weiter zu. Auch in Celle sei dies Ende vergangenen Jahres einmal mehr deutlich zu spüren, als die Angriffe auf drei Frauen für Unsicherheit in der Stadtgesellschaft sorgten.
Während es diese Fälle in die Medien geschafft haben, geschehe noch viel mehr jenseits des Scheinwerferlichts – im Alltag, im häuslichen Umfeld, in Partnerschaften oder am Arbeitsplatz. „Überall in Deutschland und auf der Welt sind Frauen und diverse Geschlechter zunehmender Gewalt ausgesetzt. Was die patriarchale Gewalt gegen Frauen und queere Menschen angeht, vollzieht die Gesellschaft aktuell eine Rolle rückwärts. Daher müssen wir handeln und uns selber schützen“, sagt Carmen Wustrack als eine der feministischen Nachbarinnen.
Mit diesem Ziel hat sich im Stadtteiltreff Neuenhäusen die „Feministische Selbstverteidigung“ gegründet. Es soll eine feministisch-solidarische Gemeinschaft im Stadtteil entstehen, in der miteinander und voneinander gelernt wird. „Fast jede von uns hat in ihrem Alltag schon patriarchale Gewalt gespürt. Sie beginnt beim sexistischen Witz im Büro oder beim transfeindlichen Kommentar in den sozialen Medien. Immer wieder gipfelt sie in körperlichen Angriffen auf der Straße oder im Privaten, die teilweise tödlich enden“, erklärt Wustrack. „Wir wollen einen Raum schaffen, wo wir uns austauschen, Erfahrungen teilen oder Unterstützung suchen können.“
Neben dem Aufbau eines Netzwerks sollen regelmäßige Selbstverteidigungskurse stattfinden. In den kommenden sechs Monaten wird eine ausgewogene Mischung aus praktischen Trainings sowie theoretischen Bildungstagen zu verschiedenen Themen der feministischen Selbstverteidigung organisiert. Zu dem kostenlosen Angebot sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Für weitere Informationen können sich Interessierte per E-Mail an feministische-selbstverteidigung-nh@riseup.net oder per Telefon unter 0157 53 208 878 melden.
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