Sonntag, 12. April 2026

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„Celle braucht eine Alternative“ – Karin Abenhausen tritt gegen Jörg Nigge an

Schon seit einiger Zeit pfiffen es die Spatzen von den Dächern, aber seit heute Abend ist es offiziell: Es gibt eine Gegenkandidatin für die Wahl des Oberbürgermeisteramtes im September. Karin Abenhausen fordert den aktuellen Verwaltungschef Dr. Jörg Nigge (CDU) heraus. „Ich trete als Einzelkandidatin an“, betonte sie in „Kunst & Bühne“, wo die SPD und Bündnis 90/Die Grünen ihre gemeinsame Kandidatin präsentierten. Karin Abenhausen ist derzeit für die Grünen im Rat der Stadt Celle und bekleidet das Amt der Ortsbürgermeisterin für Klein Hehlen.

„Kunst & Bühne“ war bis auf den letzten Platz gefüllt, Christoph Engelen moderierte. „Wir wollen ins Gespräch kommen über und mit der Kandidatin“, verkündete er von der Bühne herunter und berichtete, dass es bereits seit Herbst 2023 eine überparteiliche Gruppe gab, die sich unter dem Motto „Celle braucht eine Alternative“ auf die Suche nach einer geeigneten Person begeben hatte – nicht nur regional, sondern landes- und bundesweit. „Letztendlich ist es nun doch eine Cellerin geworden“, sagte Engelen, bevor er an Abenhausen übergab.

Kurz ging sie zurück in die Zeit, als der kommunalpolitische Werdegang der gelernten Journalistin begann. Ab Spätsommer 2019 fehlte sie bei keiner Ratssitzung und bei keiner wichtigen Ausschuss-Sitzung. Sie saß im Publikum, bekleidete kein Amt, aber sie meldete sich zu Wort, fragte, hakte nach. Ein besonderes Anliegen war ihr der Kollersche Wald. Durch den Plan, diese grüne Oase in Klein Hehlen in ein Baugebiet umzuwandeln, wurde Karin Abenhausen zu dem, was sie heute ist. Eine engagierte Kommunalpolitikerin. „Der Kollersche Wald ist ein Symbol dafür geworden, was Bürgerwille erreichen kann“, sagte sie mit Nachdruck. „Durch ein fulminantes Bürgerengagement ist es uns gelungen, einen Ratsbeschluss zu kippen“, blickte sie zurück. Der Kollersche Wald wurde kein Bau-, sondern ein Landschaftsschutzgebiet. Ein Erfolg, den sie gemeinsam mit Gleichgesinnten errang. Er gab ihr Auftrieb. Sie wagte den Schritt in die Politik, ließ sich für die Kommunalwahl 2021 aufstellen, zog als grüne Ratsfrau ins lokale Stadtparlament ein und wurde Ortsbürgermeisterin von Klein Hehlen.

Die gebürtige Cellerin setzt auf den Dialog mit den Bürgern und Bürgerinnen, größtmögliche Transparenz und Beteiligung an Entscheidungsprozessen. „Wir alle sind Celle“, rief sie ihrem Publikum zu. Christoph Engelen hatte allerhand zu tun, als die Fragerunde begann, er musste sich durch die Reihen drängeln, um mit dem Mikrofon in der Hand durchzudringen zu den Fragestellern. „Würden Sie wieder in den Aufsichtsrat des AKH eintreten als Oberbürgermeisterin?“, „Wie würden Sie mit dem Karstadt-Haus umgehen?“, „Wie wollen Sie es schaffen, gemeinsam zu agieren und dennoch Wahlkampf zu betreiben?“ und viele Fragen mehr musste die Kandidatin beantworten. Die kleinen Pausen, die zwangsläufig entstanden, überbrückte sie mit „Werbeblocks“, in denen sie z.B. auf ihre gerade heute frei geschaltete Homepage www.abenhausen-celle.de hinwies oder das Angebot unterbreitete, man könne sie zu sich nach Hause einladen, um sie und ihr Programm kennenzulernen.

Auch einige CDU-Vertreter hatten den Weg in die Kleinkunstbühne gefunden. Karin Abenhausen entdeckte sie von der Bühne aus und kommentierte: „Zurzeit werde ich von zwei Parteien unterstützt, ich bin sicher, es werden noch mehr.“

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Foto: Anke Schlicht

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