Sonntag, 12. April 2026

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Ehemalige Katholische Grundschule als Jugendherberge geeignet?

Die Frage, was denn aus der ehemaligen Katholischen Grundschule an der Julius-von-der-Wall-Straße Nr. 7 werde, wird regelmäßig in den Sitzungen der Ausschüsse gestellt. Aussagekräftige Antworten bleiben aus. Der aktuellen Mitteilung aus dem Neuen Rathaus nach zu urteilen, hat die Stadtverwaltung ein neues Haus für die Katholische Elementareinrichtung bauen lassen, ohne eine Verwertung des alten Gebäudes in Augenschein genommen zu haben. Seit einigen Monaten liegt die städtische Liegenschaft in bester Lage nun brach. Auf CP-Anfrage heißt es aus dem Neuen Rathaus: „Derzeit werden Nachnutzungsmöglichkeiten geprüft.“

Die AfD-Fraktion im Celler Stadtrat hat einen Antrag eingebracht, wonach das Neue Rathaus „die mögliche Unterbringung einer Jugendherberge im alten Gebäude der Katholischen Grundschule in der Julius-von-der-Wall-Straße 7“ prüfen möge. Im Zuge dessen solle untersucht werden, ob das Gebäude grundsätzlich dafür geeignet sei und wie hoch der notwendige Finanzierungsbedarf für die Umnutzung des Gebäudes wäre. Als Begründung führte der Fraktionsvorsitzende Anatoli Trenkenschu an: „Seit mehreren Jahren ist die Jugendherberge in Celle geschlossen, damit fehlt im Stadtgebiet die Übernachtungsmöglichkeit in einem preiswerten Segment. Das führt dazu, dass viele junge Menschen, die unsere Stadt gerne besuchen würden, fernbleiben.“ Dieser Zustand müsse sich ändern. „Der Platz ist gut geeignet, mitten in der Stadt“, daraus könne sich eine Win-Win-Situation entwickeln.

Im jüngsten Ortsrat Neuenhäusen stellte Ratsherr und Ortsratsmitglied Anatoli Trenkenschu den Antrag vor und holte ein Meinungsbild ein: Die Grünen zeigten sich eher skeptisch, die CDU befürwortete das Ansinnen ausdrücklich.

Eine CP-Anfrage beim Landesverband Hannover e.V. des Deutschen Jugendherbergswerkes ergibt, dass das Gelände von der Stadt Celle nicht angeboten wurde. Grundsätzlich hat der Landesverband aber noch Interesse am Standort Celle. „Es müsste ein geeignetes Objekt und Grundstück sein, das auch finanzierbar ist“, teilt Geschäftsführer Sebastian Gonschorek mit.

Das Neue Rathaus behauptet indes, das Jugendherbergswerk verfüge schlicht nicht über die Kapazitäten, um nach Celle zu kommen. „Es dürfte mittlerweile klar sein, dass die ausbleibende Ansiedlung in Celle nicht daran liegt, dass die Stadt keine Flächen oder Gebäude zur Verfügung stellt. (Es wurden vielmehr zahlreiche Liegenschaften benannt, auf denen eine Umsetzung des Projekts möglich wäre.)“, schreibt Pressesprecherin Myriam Meißner und fügt hinzu: „Zudem lässt sich das Raumprogramm einer Jugendherberge nicht im Gebäude abbilden.“

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Foto: Anke Schlicht

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