Sonntag, 12. April 2026

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Endspurt beim Infrastrukturprojekt Wilhelm-Heinichen-Ring – Stadt Celle informiert über Baufortschritt

Die Bauarbeiten zur grundhaften Erneuerung des Wilhelm-Heinichen-Ring befinden sich auf der Zielgeraden. Seit dem Baustart im Mai 2024 wird die wichtigste Tangentenverbindung der Stadt umfassend modernisiert. Insgesamt umfasst das Infrastrukturprojekt eine Strecke von rund 2,1 Kilometern und zählt zu den größten Verkehrsprojekten der vergangenen Jahrzehnte in Celle.

Um Politik und Öffentlichkeit über den aktuellen Stand zu informieren, hatte die Stadt zu einer Baustellenbesichtigung eingeladen. Stadtbaurätin Elena Kuhls begrüßte Mitglieder des Ausschusses für Klima, Umwelt, Verkehr und technische Dienste sowie Vertreter des Ortsrates Neustadt/Heese. Auch die Ostbürgermeisterin Antoinette Kämpfert nahm an dem Termin teil. Kuhls stellte einen positiven Zwischenstand fest: Der Bauverlauf sei gut, größere Probleme habe es nicht gegeben.

Großprojekt mit zwei Bauabschnitten

Der Ausbau des Wilhelm-Heinichen-Rings erfolgt in zwei Bauabschnitten. Der erste Abschnitt zwischen der Hannoverschen Heerstraße und der Eisenbahnbrücke steht kurz vor dem Abschluss; derzeit laufen noch Restarbeiten, etwa im Bereich der Bepflanzung und der Gestaltung der Randflächen. Der Verkehrsfluss ist davon nicht berührt. Rund acht Millionen Euro wurden in diesen Abschnitt investiert.

Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich von der Eisenbahnbrücke bis zur Birkenstraße. Für diesen Abschnitt sind Investitionen von rund 8,6 Millionen Euro vorgesehen. Insgesamt wird damit die gesamte Verkehrsachse technisch und gestalterisch auf einen modernen Standard gebracht.

Diplom-Ingenieur Dirk Rother vom Ingenieurbüro Heidt + Peters erläuterte den aktuellen Baufortschritt. Demnach wird – analog zum ersten Bauabschnitt – zunächst die Nordhälfte der Straße grundhaft erneuert. Anschließend folgt die Südhälfte.

Bauablauf und Herausforderungen

Zu Jahresbeginn kam es aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen zu einer Bauverzögerung von rund acht Wochen. Zudem führten Lieferengpässe bei einzelnen Materialien zu zusätzlichen Verzögerungen. Nach Angaben der Bauleitung wird jedoch daran gearbeitet, diese Zeit im weiteren Bauverlauf teilweise wieder aufzuholen.

Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die Nordseite der Fahrbahn. Um während der Bauphase weiterhin Verkehr in beide Richtungen zu ermöglichen, wurde auf der Südhälfte eine provisorische Gegenverkehrsspur eingerichtet. Dafür mussten vorübergehend Teile der Geh- und Radwege umgewidmet werden. Die Behelfsspur ist nur mit reduzierter Geschwindigkeit befahrbar und wird durch schwere Fahrzeuge besonders stark beansprucht.

Eine besondere Herausforderung stellt die Verkehrsführung im Bereich der Welfenallee dar. Während der Bauphase ist die direkte Zufahrt zum Wilhelm-Heinichen-Ring dort nicht möglich, da die Straße in das Baustellenfeld führt. Für den Linienbusverkehr wurde deshalb eine Sonderregelung geschaffen, die eine Durchfahrt über den Baustellenbereich ermöglicht.

Mehr Sicherheit für Rad- und Fußverkehr

Neben der grundhaften Straßensanierung werden auch mehrere Knotenpunkte und Querungen neu gestaltet. Eine wichtige Änderung betrifft die Einmündung des Verkehrs aus Richtung des Einkaufszentrums Kaufland auf die Tangente: Die bisherige Einfädelspur entfällt künftig. Diese Anpassung erfolgt aus Gründen der Verkehrssicherheit, nachdem es in der Vergangenheit zu Konflikten mit Radfahrenden gekommen war.

Auch die Infrastruktur für den nicht motorisierten Verkehr wird verbessert. Die Rampen für Fußgänger und Radfahrer an der Bahnüberführung werden künftig mit geringerem Gefälle ausgeführt. Dadurch wird der Höhenunterschied von rund acht Metern zwischen dem Brückenbauwerk über die Bahnstrecke und dem umliegenden Gelände besser überwindbar.

Technische Details der Bauarbeiten

Während der Baustellenbegehung konnten die Teilnehmer auch einen Einblick in die technischen Details der Maßnahme gewinnen. So wurden unter anderem massive Randblöcke eingebaut, die jeweils rund 1,5 Tonnen wiegen. Diese Elemente sind nicht nur Bordsteine, sondern zugleich Bestandteil des Entwässerungssystems der Straße.

Ulf Pohlmann, Fachbereichsleiter Verkehr und Technische Dienste bei der Stadt Celle, erläuterte, dass die Arbeiten derzeit mit mehreren parallel laufenden Bautätigkeiten vorangetrieben werden. Insgesamt fünf Arbeitsschwerpunkte sorgen dafür, dass das Projekt nun deutlich an Fahrt aufgenommen hat.

Mit Blick auf die intensive Bautätigkeit bemerkte Pohlmann augenzwinkernd, er sei bereits auf das „chinesische Arbeitstempo“ angesprochen worden – dort werde schließlich mitunter ein Flughafen innerhalb weniger Monate gebaut. Auch wenn die Dimensionen natürlich nicht vergleichbar seien, zeige dies doch, mit welchem Einsatz die Bauarbeiten derzeit vorangetrieben werden.

Verbesserung für Verkehr und Stadtentwicklung

Der Wilhelm-Heinichen-Ring wurde ursprünglich in den 1960er Jahren gebaut und war damals auf eine Nutzungsdauer von rund 20 Jahren ausgelegt. Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung ist eine grundlegende Erneuerung erforderlich geworden. Ziel des Projekts ist es, die Verkehrsqualität zu verbessern, Abläufe zu optimieren und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu erhöhen.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2026 erhält die Stadt Celle eine vollständig modernisierte Tangentenverbindung, die den Anforderungen eines zeitgemäßen urbanen Verkehrs gerecht wird.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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