Erntebittgottesdienst in Walle: Landwirtschaft im Mittelpunkt
Auf dem Hof von Heinz-Hermann und Stephanie Hemme fand heute ein Erntebittgottesdienst für den gesamten Kirchenkreis statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen auf den Hemme-Hof in Walle, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und sich mit Fragen rund um Landwirtschaft und Ernährung auseinanderzusetzen.













Zu Beginn begrüßte Bauer Heinz-Hermann Hemme die Anwesenden auf seinem Hof. Auch Pastor Mirco Kühne hieß die Gemeinde willkommen, die aus verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises angereist war. Durch den Gottesdienst führte Pastorin Carola Beuermann von der Kreuzkirche Celle.
Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Posaunenchor Winsen begleitet. Außerdem gestaltete Anastasiia Novos, Kirchenmusikerin der Gemeinde Eschede, den Gottesdienst am Keyboard und mit Gesang.
Inhaltlich stand die Rolle der Landwirtschaft im Mittelpunkt. In Beiträgen berichteten junge Nachwuchslandwirte, warum sie sich bewusst für diesen Beruf entschieden haben und warum sie ihre Arbeit als Leidenschaft verstehen. Dabei wurde auch auf aktuelle Herausforderungen eingegangen, mit denen landwirtschaftliche Betriebe konfrontiert sind. Dazu zählen unter anderem die zunehmende Marktorientierung, Förderprogramme, Auswirkungen des Klimawandels sowie gesellschaftliche Erwartungen an Tierwohl und Artenschutz.
Mehrere Redebeiträge machten deutlich, dass Landwirte bereit seien, Verantwortung für Umwelt und Tiere zu übernehmen, zugleich aber auf verlässliche politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen angewiesen seien. Auch Veränderungen innerhalb der Betriebe wurden angesprochen. So übernehmen zunehmend Frauen landwirtschaftliche Höfe. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass es beispielsweise beim Mutterschutz für selbstständige Landwirtinnen noch Verbesserungsbedarf gebe.
Die Predigt griff die aktuelle Fastenzeit auf und stellte das Leitmotiv „Gott schenke uns ein hörendes Herz“ in den Mittelpunkt. Dabei wurde dazu aufgerufen, genauer hinzusehen, wo Lebensmittel produziert werden und unter welchen Bedingungen Landwirtschaft stattfindet. Gleichzeitig wurde dafür geworben, Gespräche über Landwirtschaft offen und ohne Vorurteile zu führen. Der Gedanke des gemeinsamen Handelns zog sich durch die Predigt: Menschen sollten füreinander „guter Boden“ sein, auf dem Verständnis und Zusammenarbeit wachsen können.
Ein weiterer Beitrag kam von Julia Dittel von der Bahnhofsmission Celle. Sie erinnerte daran, dass die Bahnhofsmission seit 75 Jahren als ökumenische Einrichtung tätig ist. Dort werde Menschen unabhängig von ihrer Situation Hilfe angeboten, sei es durch einen Aufenthaltsort, Beratung oder praktische Unterstützung.
Im Rahmen des Gottesdienstes wurden auch Spenden gesammelt. Diese sollen zu gleichen Teilen der Sorgentelefon-Beratung für Landwirte sowie der Bahnhofsmission Celle zugutekommen.
Der Erntebittgottesdienst knüpft an eine alte kirchliche Tradition an, bei der bereits im Frühjahr um eine gute Ernte gebeten wird. Gerade in Zeiten von Klimaveränderungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sei es, so die Botschaft der Veranstaltung, wichtig, Landwirtschaft, Ernährung und gesellschaftliches Miteinander gemeinsam in den Blick zu nehmen.
Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse
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