Von 2 auf 3 Euro erhöht – Gebühr für Parkpaletten Langensalza- und Maschplatz steigt
An diesem Ort wird Solidarität gelebt: „Brauchen Sie ein Ticket?“, ist der meistgerufene Satz auf den Parkpaletten am Langensalza- und Maschplatz. Wer seinen Parkschein nicht vollends ausreizt, weil er oder sie nur ein paar Stunden in der Altstadt unterwegs war, erntet garantiert ein freundliches Lächeln, wenn das Ticket an eine gerade einfahrende Person weitergereicht wird.


Und dieses lohnt sich seit dem 1. Januar 2026 mehr denn je, denn die Gebühr für 24 Stunden Parken wurde von zwei auf drei Euro erhöht. Beide Parkpaletten werden seit Mitte 2022 von den Celler Parkbetrieben, die Teil der Stadtwerke sind, betrieben. Es handelt sich um die erste Anhebung des Entgelts seit der Übernahme, und diese bezieht sich ausschließlich auf das Kurzzeitparken. „Dauerkarteninhaber können sich freuen“, teilt der Geschäftsführer der Stadtwerke Celle GmbH und Leiter der Parkbetriebe, Thomas Edathy, auf CP-Anfrage mit. Die Gebühr betrage pro Kalendermonat weiterhin brutto 30 Euro und pro Jahr brutto 200 Euro. „Die Monats- und die Jahreskarte werden ganz überwiegend von Pendlern genutzt, die in der Innenstadt arbeiten“, erläutert der Diplom-Kaufmann. Man habe dem Aufsichtsrat der Stadtwerke daher empfohlen, diese Gebühren nicht anzuheben.
Der Aufsichtsrat folgte der Empfehlung und beschloss in seiner Sitzung am 7. November 2025 lediglich die Preisänderung für die Kurzzeitparker. Diese begründet der Geschäftsführer mit gestiegenen Lohn- und Instandhaltungskosten. „Mit zunehmendem Alter der Parkpaletten erhöhen sich auch die Aufwendungen für die Instandhaltung.“ Als Beispiel nennt er eine Maßnahme, die unmittelbar bevorsteht: „Der Asphalt in der Palette am Langensalzaplatz wird im April dieses Jahres erneuert für brutto 22.000 Euro.“ Die Löhne seien seit 2022 den Tarifvereinbarungen entsprechend um über 18 Prozent gestiegen. „Ich denke allerdings, dass auch die Kurzparker mit brutto 3 Euro für 24 Stunden einen günstigen Preis für einen innenstadtnahen Parkplatz zahlen“, resümiert der Diplom-Kaufmann und Diplom-Geologe. Für die Befolgung der geltenden Satzung halten die Celler Parkbetriebe eigenes Personal vor, wer beispielsweise den Pkw ein wenig außerhalb der markierten Parkfelder abstellt, zahlt ein Bußgeld von 25 Euro.
Langfristig ist für die Palette am Langensalzaplatz der Abriss vorgesehen, sie wird durch ein Parkhaus ersetzt werden. Dieses steht bereits fest, liegt jedoch noch in weiter Ferne. Jährlich werden die Parkeinrichtungen von einem unabhängigen Gutachter inspiziert. „Hierfür fallen inclusive Bericht Nettokosten von 5.000 Euro an“, erläutert Edathy. Am Langensalzaplatz steht im Jahr 2030 eine größere Bauwerksinspektion an. „Wir gehen für die Palette am Langensalzaplatz davon aus, die Restnutzungsdauer bis zum Jahr 2036 verlängern zu können“, berichtet der Geschäftsführer. Nach derzeitigem Stand solle der Abbruch im Jahr 2037 erfolgen, ein Jahr später soll das neue Parkhaus fertig sein. Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge hatte im letzten Finanzausschuss des vergangenen Jahres davon gesprochen, dass während der Bauzeit das gegenüberliegende Sportgelände neben dem Wohnmobilstellplatz, das derzeit dem SV Dicle zur Verfügung steht, als Ausweich-Parkfläche dienen solle.
Thomas Edathy sagt dazu: „Gemeinsam mit der Stadt Celle wird dann sicherlich zu gegebener Zeit geprüft werden, ob das Sportgelände, das jetzt von Dicle genutzt wird, als Ausweichfläche fürs Parken dienen kann.“
Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht
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