„Celle lichtet den Schilderwald“ – Schilder nur einsetzen wo unbedingt nötig
Celle bringt Licht in den Schilderwald – und dabei können alle mitmachen! Das ist das Ziel des neuen Projekts, welches im Rathaus jetzt ins Leben gerufen wird. Wie die Schilderoffensive sich konkret ausnehmen wird und wie das mit der Beteiligung funktioniert, war heute Thema eines Pressegesprächs im Neuen Rathaus mit Oberbürgermeister Jörg Nigge, Ulf Pohlmann, Fachbereichsleiter Verkehr und Technische Dienste und Markus Wiese, Leiter Sonderprojekte.
Oberbürgermeister Jörg Nigge brachte es sofort auf den Punkt: „Es gibt viele Schilder seit Jahren, die aber nicht zwingend notwendig sind.“ Dazu habe man u. a. Fahrschullehrer und Taxifahrer befragt und gebeten, Problemfälle zu melden. Man wolle nun die Sache sukzessive angehen und sich Stadtteil für Stadtteil vorarbeiten. Das könne dann zwei bis drei Jahre dauern, bis alles abgearbeitet ist.
Markus Wiese hatte eine Präsentation vorbereitet, die das Anliegen verdeutlichte. Ziel sei, die Verkehrsbeschilderung zu optimieren und wo es möglich ist, Schilder abzubauen. Die Schilder müssten so angepasst werden, dass Unverständliches beseitigt wird, so dass auch eine bessere Akzeptanz bei den Verkehrsteilnehmern erreicht werde. Das bedeute letzten Endes auch eine Kostenminimierung.
Um den Schilderwald kritisch zu betrachten, sind nun die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Auf der Hompage der Stadt ist ein Formular hinterlegt und da heißt es: „Schreib’s uns einfach“ https://www.celle.de/SchilderwaldCelleaufräumen In dem dort vorhandenen Stadtplan kann der genaue Standort der Schilder markiert werden, die möglicherweise geändert bzw. abgebaut werden sollten. Dazu kann ein Sachverhalt eingetragen werden, um die Problematik zu verdeutlichen. Und es kann ein Foto angehängt werden. Markus Wiese wies darauf hin, dass es hier nicht um Pictogramme auf dem Straßenbelag gehe, sondern um die offiziellen Schilder. Bei Gehwegen ist es so, dass dort grundsätzlich eine Beschilderung erforderlich ist, obwohl man annehmen könne, dass ein Gehweg – obwohl durch einen Bordstein von der Fahrbahn abgetrennt – als selbstverständlich anzusehen ist. Es müsse mit der unmissverständlichen Beschilderung das Parken von Fahrzeugen verhindert werden.
Der Schwerpunkt des Verfahrens liegt im ersten Schritt im Nordbereich der Stadt Celle, d.h. die Ortsteile Hustedt, Scheuen, Alvern und Garßen werden priorisiert betrachtet. Die Meldungen werden gesammelt und durch die Straßenverkehrsbehörde geprüft um eine Umsetzung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu ermöglichen.
Parallel laufe in diesem Zusammenhang das Pilotprojekt als Best Practice im Südwall im Rahmen des Entsiegelungsprojektes. Geprüft wird die Möglichkeit der Einrichtung einer Parkzone durch die Straßenverkehrsbehörde. Nach einer Umsetzung erfolgt dann eine Neubeschilderung. Auch hier heißt es „Schilderwald ausdünnen“.
Redaktion
Celler Presse
Foto: Stadt Celle
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