Erneut großes Interesse am „Gemeinsamen Frühstück für ALLE“ des SoVD Ortsverbandes Nienhagen
Nach der guten Resonanz in 2025 hatte der SoVD Ortsverband Nienhagen erneut zu einem besonderen Frühstück eingeladen. An diesem Vormittag waren im Gegensatz zu den üblichen Frauenfrühstücken auch Männer herzlich willkommen und sie nutzten die Gelegenheit. Zudem stand ein wichtiges Thema im Mittelpunkt, dass alle angeht: Katastrophenschutz. Die heftigen Schneefälle und Schneeverwehungen im Januar und Februar dieses Jahres haben deutlich gezeigt, wie schnell das tägliche Leben durch Notlagen beeinträchtigt werden kann – und wie wichtig gute Vorbereitung für alle ist.





Über 60 Frauen und Männer konnte die Frauensprecherin Carmen Kahle im Dorfgemeinschaftshaus Nienhorst begrüßen. Nach den einführenden Worten frühstückten alle in gemütlicher Runde an den liebevoll gedeckten Tischen. Alle genossen das schön angerichtete, umfang- und abwechslungsreiche Frühstücksbuffet, sodass am Ende fast alles aufgegessen war! Nach dem reichhaltigen Frühstück wurden Ilona und Jörg Makel für ihre 10jährige Mitgliedschaft geehrt.
Danach kam Hauke Hausschildt zu Wort. Als Bezirks-Beauftragter für den Katastrophenschutz im DRK-Landesverband konnte er als Referent gewonnen werden. „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.“ Mit diesem Zitat von Friedrich Merz leitete er seinen Vortrag „Gut vorbereitet statt überrascht – Katastrophenschutz für Bürger“ ein. In seinem Vortrag informierte er umfassend über mögliche Krisenszenarien und die Bedeutung der Eigenvorsorge. Er machte deutlich, dass Deutschland zwar zu den sichersten Ländern der Welt zählt, jedoch auch hierzulande verschiedene Krisenszenarien nicht ausgeschlossen werden können – darunter Naturkatastrophen, extreme Wetterlagen, Cyberangriffe oder Störungen kritischer Infrastrukturen. Dabei geht es nicht um Panik, aber um Ernsthaftigkeit. Denn Bedrohungen verändern sich und haben sich verändert, so Hauschildt.
Ein zentraler Schwerpunkt bei der Krisenvorsorge liegt auf der Eigenverantwortung der Bevölkerung. Hauke Hauschildt betonte, dass staatliche Hilfe im Ernstfall nicht immer sofort verfügbar sein könne. Daher sei es entscheidend, dass Bürgerinnen und Bürger in der Lage sind, sich zumindest für einen gewissen Zeitraum selbst zu versorgen. Er riet den Teilnehmenden, einen ausreichenden Vorrat an haltbaren Lebensmitteln und Trinkwasser anzulegen. Empfohlen wird eine Bevorratung für mehrere, idealerweise bis zu zehn, Tage. Als Beispiel hierfür stellte er die Vorsorgekiste der Samtgemeinde Wathlingen vor, die bei Edeka Müller erworben werden kann.
Darüber hinaus hob Hauke Hauschildt die Bedeutung einer grundlegenden technischen Ausstattung hervor. Hierzu zählen unter anderem ein batteriebetriebenes Radio oder noch besser ein Kurbelradio. Es ist wichtig zu wissen, was im Krisenfall um einen herum passiert, so Hauschildt. Taschenlampen und Ersatzbatterien, Powerbank, alternative Kochmöglichkeiten (z.B. Gasgrill und Gasflasche), Hygieneartikel und Müllbeutel wie auch Bargeld gehören ebenfalls dazu. Wichtig ist auch, immer genügend der regelmäßig benötigten Medikamente wie auch eine Hausapotheke vorrätig zu haben. Auch sollte man für mögliche Evakuierungen vorbereitet sein, wenn z.B. das Nachbarhaus brennt. Empfohlen wird, ein Notfallgepäck bereitzuhalten, das wichtige Dokumente, Kleidung, persönliche Gegenstände sowie notwendige Medikamente enthält. Dadurch kann im Bedarfsfall schnell reagiert werden.
Die Veranstaltung unterstrich, dass Krisenvorsorge kein Zeichen von Angst, sondern von Verantwortung sei. Eine gute Vorbereitung könne nicht nur die eigene Sicherheit erhöhen, sondern auch die Einsatzkräfte entlasten. Hauke Hauschild schloss den Vortrag mit „Jede Vorbereitung zählt.“ Wer sich frühzeitig mit möglichen Szenarien auseinandersetzt und entsprechende Maßnahmen ergreift, ist im Ernstfall deutlich handlungsfähiger. Im Anschluss hieran konnten die mitgebrachte Vorsorgekiste sowie Kurbelradio und Taschenlampe angeschaut werden. Mit angeregten Gesprächen und einem regen Austausch klang der informative Vormittag aus.
Das nächste Frauenfrühstück findet am 21. Mai 2026 um 10 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Nienhorst statt. Marlies und Frank Mauritz von der Mosterei Habighorster Saftladen geben Einblicke in die Welt der Saftherstellung. Wer Lust hat, ist herzlich eingeladen!
Gisela Janßen
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