Mittwoch, 13. Mai 2026

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Spannender Blick hinter die Kulissen der Heidebäckerei Meyer

Die Heidebäckerei Meyer ist ein echtes Traditionsunternehmen und befindet sich seit ihrer Gründung im Jahr 1925 ununterbrochen in Familienhand – mittlerweile in der vierten Generation. Kürzlich unternahmen Mitglieder und Gäste der SoVD-Ortsverbände Nienhagen, Großmoor und Wathlingen mit dem Busunternehmen Reichmeister aus Winsen/Aller einen informativen Ausflug nach Wahrenholz, um einen Blick hinter die Kulissen des größten regionalen Bäckereibetriebs zu werfen.

Die 57 Teilnehmenden wurden von dem ehemaligen Produktionsleiter und heutigen Ausbilder Andreas Franz sowie seinem Kollegen Kai Wevering empfangen. In zwei Gruppen führten sie die Besucher nacheinander durch die Backstube und die Konditorei. Mit großer Leidenschaft erklärten sie den Gästen die einzelnen Stationen innerhalb der Bäckerei und der Konditorei und erläuterten anschaulich die einzelnen Produktionsschritte. Mit viel Engagement vermittelten sie Wissenswertes über die Abläufe in einem Betrieb, in dem rund 1.100 Mitarbeitende täglich Backwaren für mehr als 110 Filialen und etwa 11.000 Kunden herstellen.

Beide betonten immer wieder die Bedeutung von hochwertigen und möglichst regionalen Zutaten, die die Bäckerei Meyer täglich verwende. Auf Konservierungsstoffe werde bewusst verzichtet, betonte Andreas Franz. Außerdem veranschaulichten sie den Besuchern beim Rundgang, wie maschinelle Verfahren die handwerklichen Tätigkeiten effektiv ergänzen. „Was der Mensch gut kann, soll er machen, für alles andere sind die Maschinen da“, so Franz.

Für Staunen sorgten auch die Produktionszahlen: Täglich entstehen 30 bis 40 verschiedene Teige für die Brote und Brötchen. Bis zu 12.000 Brötchen pro Stunde sowie insgesamt 50.000 bis 70.000 Stück täglich werden als Teiglinge produziert, hinzu kommen zahlreiche Spezialsorten. Die Teiglinge durchlaufen dann eine 24-stündige Langzeitgärung, werden anschließend morgens in die Filialen geliefert und dort frisch gebacken, während das Brot bereits am Abend hergestellt und am nächsten Morgen frisch ausgeliefert wird.

Neben der Produktion spielte auch das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So setzt das Unternehmen unter anderem auf regionale Rohstoffe, nutzt die beim Backen entstehende Abwärme weiter und setzt auf eine IT-gestützte Optimierung der Liefermengen für die Filialen. Auch beim Umgang mit retournierten Backwaren wird auf Nachhaltigkeit geachtet: Ein Teil wird in geschroteter Form wiederverwendet oder auch zu Paniermehl verarbeitet, es wird an Tafeln gespendet, über die App „Too Good To Go“ angeboten oder an zertifizierte Betriebe zur Tierfutter- oder Biogasgewinnung abgegeben.

Den Abschluss des Besuchs bildete eine gemütliche Kuchen-Verkostung im Café Hüüs Hoff. Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt vom Engagement des Familienbetriebs und den gewonnenen Einblicken. Viele nutzten im Café die Gelegenheit zudem für einen Einkauf vor Ort. Die Rückfahrt nach einem rundum gelungenen Nachmittag erfolgte in bester Stimmung und mit zahlreichen neuen Eindrücken im Gepäck.

PR
Fotos: Annette Kesselhut und Gisela Janßen

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