Sonntag, 14. Juni 2026

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Erster Rentier-Nachwuchs im Wildpark Müden sorgt für Aufsehen

Im Wildpark Müden gibt es erstmals seit Bestehen der Rentieranlage Nachwuchs. Am 5. Mai wurde dort ein männliches Rentierkalb geboren. Für den Park ist die Geburt eine Besonderheit: Seit rund fünf Jahren leben die Tiere in Müden, Nachwuchs hatte es bislang jedoch nicht gegeben.

Besonders auffällig ist das Jungtier wegen seines hellen Fells und einer markanten Zeichnung auf der Stirn. Dort trägt das Kalb einen braunen Fleck in Form eines umgedrehten Herzens. Unter den Tierpflegern bekam der kleine Rentierbulle deshalb schnell den Namen „Heartbreaker“.

Wildpark-Geschäftsführer Thomas Wamser freut sich über den Nachwuchs. „So ein besonderes Tier sieht man nicht alle Tage“, sagt er. Vor allem die Zeichnung auf der Stirn mache das Kalb unverwechselbar. Gleichzeitig sei die Geburt für den Wildpark ein wichtiger Moment, da man erstmals Nachwuchs bei den Rentieren bekommen habe.

Bei den Tieren handelt es sich um Hausrentiere und nicht um große Karibus. Insgesamt leben derzeit drei erwachsene Rentiere im Wildpark Müden – zwei männliche Tiere und die Mutter des nun geborenen Kalbs. Für die Rentierkuh ist es das erste Jungtier.

Ganz problemlos verlief die erste Zeit nach der Geburt allerdings nicht. Da die Mutter nicht ausreichend Milch gibt, unterstützen die Tierpfleger derzeit zusätzlich mit der Flasche. Trotz der Zufütterung entwickelt sich das Kalb nach Angaben des Parks gut und zeigt sich bereits neugierig auf seiner Anlage. Besucher können das Jungtier meist gemeinsam mit seiner Mutter beobachten.

Auch bei den Tierpflegern ist das kleine Rentier schnell zum Gesprächsthema geworden. Laut Thomas Wamser entstehen interne Namen für Tiere häufig spontan im Team und bleiben oftmals nur dort bekannt. Denkbar sei aber auch, später einen offiziellen Namen für das Kalb auszuwählen – möglicherweise sogar mit Beteiligung der Besucher.

Schon jetzt bleibt das junge Rentier bei vielen Gästen nicht unbemerkt. Vor allem das helle Fell und die herzförmige Zeichnung auf der Stirn sorgen immer wieder für Aufmerksamkeit bei Spaziergängen durch den Wildpark.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Wildpark Müden

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