Freitag, 17. Juli 2026

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Kita in Höfer bleibt erhalten: Eschede stoppt Schließungspläne

Nach Wochen intensiver Diskussionen hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Eschede eine Entscheidung zur Zukunft der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Höfer getroffen. Die Außenstelle bleibt bestehen und wird auch über den 1. August 2026 hinaus weitergeführt. Damit ist die ursprünglich favorisierte Schließung vom Tisch.

Die Entscheidung folgt auf eine teils emotional geführte Debatte, die in den vergangenen Monaten nicht nur die Kommunalpolitik, sondern auch viele Eltern und Einwohner beschäftigt hatte. Besonders in den Ortsratssitzungen in Höfer formierte sich deutlicher Widerstand gegen die Pläne, den Standort aufzugeben.

Schließung galt zunächst als bevorzugte Lösung

Auslöser der Diskussion waren rückläufige Kinderzahlen, sinkende Geburtenraten und die Frage, wie die vorhandenen Betreuungsangebote künftig wirtschaftlich betrieben werden können. Aus Sicht der Verwaltung galt eine Schließung der Höferaner Außenstelle zunächst als mögliche Lösung, um Kosten einzusparen und die Betreuung stärker auf die größeren Einrichtungen zu konzentrieren.

Diese Überlegungen stießen jedoch auf erheblichen Widerstand vor Ort. Eltern verwiesen auf die Bedeutung der wohnortnahen Betreuung für Familien. Auch zahlreiche Einwohner brachten sich in die Diskussion ein und warben für den Erhalt der Einrichtung.

Die Auseinandersetzung sorgte mehrfach für eine angespannte Atmosphäre in den politischen Gremien. Ortsrat und Bürger machten deutlich, dass sie den Verlust der Kindertagesstätte als Einschnitt für das Dorfleben betrachten würden.

Verwaltungsausschuss entscheidet für den Erhalt

Mit dem nun vorliegenden Beschluss hat der Verwaltungsausschuss eine andere Richtung eingeschlagen. Aus einem Schreiben von Bürgermeister Heinrich Lange an den DRK-Kreisverband Celle als Träger der Einrichtung geht hervor, dass die Außenstelle „Villa Kunterbunt“ in Höfer mit den bisherigen Betreuungszeiten bestehen bleibt.

Gleichzeitig wird die Struktur der Betreuungsplätze innerhalb der Gemeinde neu geordnet. Künftig sollen Kinder mit Wohnsitz in Höfer, Ohe und Aschenberg, die für eine Vormittagsgruppe im Kindergartenbereich angemeldet werden, grundsätzlich in der Außenstelle Höfer aufgenommen werden.

Im Gegenzug wird zum 1. August 2026 eine der beiden Vormittagsgruppen im Haupthaus Osterberg geschlossen.

Standort Höfer soll langfristig gesichert werden

Nach Darstellung der Gemeinde verfolgt die Entscheidung das Ziel, den Standort Höfer dauerhaft zu stärken und gleichzeitig die vorhandenen Betreuungskapazitäten innerhalb der Gemeinde bedarfsgerecht zu nutzen.

Für Familien, deren Kinder bereits in den Einrichtungen Eschede, Osterberg oder Höfer betreut werden, ergeben sich laut Schreiben keine Änderungen der bestehenden Betreuungsverhältnisse.

Die weitere Ausgestaltung der Vergabekriterien für Betreuungsplätze wurde der Verwaltung und dem DRK als Träger übertragen.

Erfolg für Eltern und Ortsrat

Die Entscheidung dürfte insbesondere von den Gegnern der Schließungspläne als Erfolg gewertet werden. In den vergangenen Wochen hatten sich Eltern, Einwohner und der Ortsrat wiederholt für den Erhalt der Einrichtung ausgesprochen. Dabei wurde immer wieder betont, dass die Kita nicht nur eine Betreuungseinrichtung sei, sondern auch eine wichtige Rolle für die Attraktivität des Dorfes und für junge Familien spiele.

Mit dem Beschluss des Verwaltungsausschusses ist die Diskussion zwar politisch vorerst beendet, die Neuordnung der Gruppenstruktur wird die Gemeinde jedoch weiterhin beschäftigen. Fest steht nun: Die „Villa Kunterbunt“ in Höfer bleibt Teil der kommunalen Betreuungslandschaft.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse

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