Freitag, 17. Juli 2026

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Motoren, Gemeinschaft und Glaube: Biker feiern in Celle

Motorengeräusche, Livemusik, Gespräche unter Gleichgesinnten und eine gemeinsame Ausfahrt durch den Landkreis: Zum 16. Bikergottesdienst hatte der Christliche Bikertreff der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (EFG) Celle am Samstag an den Wederweg eingeladen. Rund 60 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer nahmen an der Veranstaltung teil, die Glauben, Gemeinschaft und die Leidenschaft für das Motorradfahren miteinander verband.

Bereits am Vormittag füllte sich das Gelände der Baptisten-Gemeinde mit Maschinen unterschiedlichster Bauart. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Christlichen Bikertreff Celle, der sich regelmäßig am ersten Donnerstag eines Monats trifft. Für die musikalische Begleitung sorgte Lars Heidemann gemeinsam mit seinem Team, während Joshua Kluin die technische Betreuung übernahm.

Gemeinschaft und Segen für die Saison

Durch das Programm führten Matthias Kluin sowie Christina und Dietmar Mahler. Für Christina Mahler war die Veranstaltung in diesem Jahr eine besondere, denn erstmals nahm sie nicht selbst an der anschließenden Motorradausfahrt teil.

In ihrer Begrüßung erinnerte sie daran, dass Motorradfahren zwar für Freiheit und Freude stehe, gleichzeitig aber auch mit Risiken verbunden sei. Gerade deshalb wolle man gemeinsam innehalten, Gemeinschaft erleben und um Gottes Segen für die bevorstehende Saison bitten.

Freiheit auf zwei Rädern

Im Gespräch mit den Teilnehmern griffen Dietmar Mahler und Arne Möller ein Thema auf, das viele Motorradfahrer bewegt: das Gefühl von Freiheit.

Motorradfahren bedeute für viele Menschen intensive Sinneswahrnehmung, Konzentration auf den Moment und Abstand vom Alltag. Während Autofahrer oftmals abgeschirmt unterwegs seien, nähmen Motorradfahrer ihre Umgebung direkter wahr. Der Geruch eines Waldes, die Luft nach einem Sommerregen oder das bewusste Anhalten an einem schönen Ort würden Teil des Fahrerlebnisses.

Arne Möller berichtete dabei von einer Reise durch Norwegen, bei denen gerade die Möglichkeit, spontan anzuhalten und Landschaften bewusst zu erleben, für ihn einen besonderen Reiz ausgemacht habe.

Johannes Knittel spricht über Freiheit und Verantwortung

Die Predigt hielt Johannes Knittel von der Friedenskirche Braunschweig. Dabei verband er persönliche Erlebnisse mit Gedanken über Freiheit, Verantwortung und den christlichen Glauben.

Knittel schilderte eine Begebenheit aus seiner Jugendzeit. Kurz nach dem Führerscheinerwerb sei er mit dem Auto seiner Mutter unterwegs gewesen und habe das Fahrzeug in einer Kurve gegen einen Baum gesetzt. Obwohl der Wagen erheblich beschädigt wurde, blieb er selbst unverletzt.

Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm die Reaktion seines Vaters. Statt Vorwürfen oder einer Standpauke habe dieser ihn zunächst in den Arm genommen und gefragt, ob alles in Ordnung sei. Erst später sei über den entstandenen Schaden gesprochen worden.

Anhand dieser Erfahrung zog Knittel eine Verbindung zum christlichen Glauben. Freiheit bedeute nicht allein, tun und lassen zu können, was man wolle. Wirkliche Freiheit entstehe dort, wo Menschen sich angenommen und getragen wüssten – auch dann, wenn Fehler gemacht würden.

Unterstützung für die Johanniter-Motorradstaffel

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der Arbeit der Johanniter-Motorradstaffel. Da Sabine Symietz und ein weiterer Vertreter der Staffel verhindert waren, stellte Christina Mahler deren Aufgaben vor.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kommen insbesondere bei Staus auf Autobahnen, Großveranstaltungen, Kirchentagen, Marathons, Radrennen oder Demonstrationen zum Einsatz. Durch ihre Beweglichkeit können sie oft schneller als andere Einsatzkräfte an Unfallstellen gelangen und Erste Hilfe leisten.

Zur Ausstattung gehören neben medizinischem Material auch Defibrillatoren, Kameras, Werkzeug, Kartenmaterial und teilweise sogar Kinderspielzeug. Die Kollekte des Gottesdienstes war für die Arbeit der Motorradstaffel bestimmt.

Gemeinsame Ausfahrt durch den Landkreis

Nach Fürbitten und einem gemeinsamen Lied begann schließlich der Teil, auf den viele gewartet hatten: die gemeinsame Ausfahrt.

Die rund 60 Motorräder starteten vom Wederweg aus zu einer etwa 60 Kilometer langen Tour. Die Strecke führte unter anderem über Altencelle, Hagen, Gockenholz, Helmerkamp, Flettmar und Eicklingen. Für die gesamte Runde waren etwa eine Stunde und zehn Minuten Fahrzeit eingeplant.

Für viele Teilnehmer gehörte gerade dieser Teil zum besonderen Charakter des Tages: gemeinsam unterwegs sein, Landschaft erleben und das Hobby mit anderen teilen.

Grillen und Gespräche zum Abschluss

Nach der Rückkehr auf das Gemeindegelände klang der Bikergottesdienst in geselliger Atmosphäre aus. Beim gemeinsamen Grillen nutzten viele Besucher die Gelegenheit zu Gesprächen und zum Austausch über Motorräder, Reisen und persönliche Erfahrungen.

Für die Organisatoren war die Veranstaltung erneut ein Beispiel dafür, wie sich Glauben, Gemeinschaft und Freizeitinteressen miteinander verbinden lassen. Der nächste Bikergottesdienst am Wederweg ist bereits geplant und soll am 5. Juni 2027 stattfinden.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.

Anzeige