Freitag, 17. Juli 2026

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Kritik am weiteren Vorgehen beim geplanten Rathausneubau in Lachendorf

Die Entscheidung des Samtgemeinderates vom 6. Oktober 2025, die Planungen für das geplante neue Rathaus fortzuführen, sorgt weiterhin für Diskussionen. Nach Angaben von Kritikern sei der Beschluss durch die Fraktionen von CDU, SPD und FDP gefasst worden, wobei Ratsmitglied Joachim Lübbe dem Beschluss nicht zugestimmt habe.

Hintergrund der Kritik ist eine Mitteilung aus dem baubegleitenden Ausschuss „Neubau Rathaus“ vom 26. März 2025. Dort sei laut Protokoll festgelegt worden, dass die nächsten Planungsschritte bis Herbst 2025 abgeschlossen werden sollten. Anschließend sollte eine Kostenberechnung als Grundlage für die Entscheidung über das weitere Vorgehen vorgelegt werden. Zudem sei darauf hingewiesen worden, dass die Kosten in Leistungsphase 4 deutlich genauer bestimmt werden könnten als in den vorherigen Planungsphasen.

Nach Auffassung der Kritiker liege bis heute jedoch keine konkrete Kostenberechnung vor. Dennoch habe der Samtgemeinderat beschlossen, die Planungen fortzuführen. Dabei befinde sich das Projekt nach ihrer Darstellung weiterhin in Leistungsphase 2, in der lediglich eine Kostenschätzung und noch keine belastbare Kostenberechnung vorliege.

Auch innerhalb der FDP seien Zweifel am bisherigen Vorgehen geäußert worden. So habe FDP-Fraktionsvorsitzender Sievers gegenüber der Celleschen Zeitung erklärt, dass aus Sicht seiner Fraktion eine Offenlegung der Kosten durch die Verwaltung fehle. Zwar sehe die FDP die grundsätzliche Notwendigkeit eines neuen Rathauses, jedoch müssten Standort, Größe und insbesondere die finanziellen Auswirkungen noch näher erörtert werden. Zudem werde eine transparente Darstellung der Kosten gefordert, die letztlich von den Steuerzahlern zu tragen seien. Zweifel bestünden darüber hinaus daran, dass die bislang genannten Gesamtkosten von 9,8 Millionen Euro eingehalten werden könnten.

Kritiker des Projekts stellen daher die Frage, weshalb die politischen Mehrheiten den Beschluss zur Fortführung der Planung gefasst hätten, obwohl die ursprünglich angekündigte Kostenberechnung nach ihrer Auffassung noch nicht vorliege. Sie fordern eine umfassende Transparenz über die zu erwartenden Gesamtkosten sowie eine erneute politische Bewertung des Projekts auf Grundlage belastbarer Zahlen.

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Foto: John / unslapsh

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