Mittwoch, 22. Juli 2026

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Abwechslungsreiches Programm beim 65. Standortschießen auf dem Fliegerhorst Faßberg

Das traditionelle Standortschießen auf dem Fliegerhorst Fassberg fand in diesem Jahr schon zum 65. Mal statt. Hervorgegangen ist diese Veranstaltung aus einem Preisschießen der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der damaligen Fliegerhorstgruppe im Jahre 1959. Schon 1961 wurde der Kreis der Schützen um das Beamtenkorps und geladene Gäste sowie und Reserveoffiziere erweitert.

In dieser Tradition steht das Standortschießen noch heute und wurde, lediglich pandemiebedingt von 2020 bis 2022 unterbrochen, jährlich mit großer Beteiligung ausgetragen.

Dieses Jahr erfuhr die Veranstaltung eine Neuerung. Heute steht bei der Veranstaltung nicht nur das Vergleichsschießen mit dem Sturmgewehr und der Pistole der Bundeswehr im Vordergrund, vielmehr legt der Standortälteste Fassberg, Oberst Michael Seyda, Wert auf Gespräche und Diskussionen.

So wurde das Standortschießen zu einem Rahmen für eine Sicherheitspoltische Informationsveranstaltung, welche Seyda mit einem Vortrag eröffnete. Er spannte den Bogen vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine mit der damit einhergehenden Zeitenwende für die Bundeswehr über die Konflikte im Nahen Osten, dem Krieg im Iran bis hin zur Neuordnung der US-Streitkräfte in Europa. Insbesondere die Auswirkungen des Neuen Wehrdienstes und der Neuausrichtung der Bundeswehr auf die Landes- und Bündnisverteidigung auf den Standort Fassberg beleuchtete Seyda in seinem Vortrag ausführlich.

Nachdem Seyda seine Ausführungen beendet hatte, stellten sich die Kommandeure der am Standort ansässigen Verbände kurz vor und umrissen ihre Kernaufträge und berichteten von zukünftigen Vorhaben, verbunden mit der Einladung sie selbst oder alle auf der Veranstaltung anwesenden Soldaten gerne anzusprechen und sich in einen regen Informations- und Erfahrungsaustausch zu begeben.

In einer Lehrvorführung wurde den zahlreichen Gästen die moderne Schießausbildung in der Luftwaffe gezeigt. Besonders die lebensälteren Gäste konnten hier deutliche Veränderungen zu der eigenen, teilweise vor über 50 Jahren durchlaufenen Ausbildung feststellen und zeigten sich von dieser dynamischen Vorführung beeindruckt.

Das Rahmenprogramm bot auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, sich an der Luftpistole, dem Blasrohr oder dem Werfen einer Doppelaxt auszuprobieren. Diese Disziplinen konnten durch die tatkräftige Unterstützung der Schützengilde Fassberg angeboten werden.

Den im Vorfeld zu der Veranstaltung stattfindenden Schießwettkampf der Einheiten konnte die Ausbildungsunterstützungsgruppe I des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe für sich entscheiden und verteidigt somit im kommenden Jahr den Wanderpokal.

PR
Fotos: Bundeswehr / Olt Deeke Werner, Text OStFw Torben Brandt