Mittwoch, 22. Juli 2026

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Neue Grundschule in Garßen: Zwischen Achterbahn und Einhornweide

Mit einer feierlichen Grundsteinlegung hat die Stadt Celle am Dienstag den nächsten Meilenstein ihrer Schulbauoffensive erreicht. Auf dem künftigen Schulgelände „Am Dornbusch“ kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Vertreter der Stadtverwaltung, Politik sowie Planer und Bauunternehmen zusammen, um den offiziellen Baustart für die neue Grundschule Garßen zu feiern. Die moderne Bildungseinrichtung soll im Sommer 2027 ihren Betrieb aufnehmen.

Die neue dreizügige Grundschule entsteht im Norden Garßens westlich der Bundesstraße 191. Neben dem Schulgebäude werden eine Mensa sowie eine 1,5-Feld-Sporthalle errichtet. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 20,46 Millionen Euro zuzüglich der vertraglich vereinbarten Wartungsleistungen.

Moderner Schulcampus für kommende Generationen

Den Zuschlag für Planung und Bau erhielten die GOLDBECK GmbH gemeinsam mit MOSAIK architekt. Mit den Bauarbeiten wurde Mitte April begonnen. Die Fertigstellung ist rechtzeitig zu den Sommerferien 2027 vorgesehen.

Die neue Schule wird über eine Nettogeschossfläche von rund 5.000 Quadratmetern verfügen. Geplant ist sie nach dem Konzept einer Clusterschule mit offenen Lernlandschaften, Differenzierungsräumen und multifunktionalen Bereichen für gemeinsames Arbeiten und Lernen. Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielen eine wichtige Rolle. Vorgesehen sind unter anderem Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen sowie begrünte Dachflächen.

Nigge: Schulen müssen zeitgemäße Bedingungen bieten

Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge betonte in seiner Ansprache die Bedeutung moderner Bildungsstandorte.

„Schule ist mehr als Wissensvermittlung“, sagte Nigge. Es gehe ebenso um Sozialisierung, Wertevermittlung und das gemeinsame Lernen. Dafür benötigten Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrkräfte zeitgemäße Rahmenbedingungen.

Der Neubau in Garßen sei bereits die dritte Grundsteinlegung im Rahmen der städtischen Schuloffensive. Weitere Schulprojekte seien bereits abgeschlossen, befänden sich im Bau oder in Planung. Neben dem Schulgebäude werde auch die sportliche Infrastruktur am Standort ausgebaut.

Goldbeck sieht Schule als Ort der Gemeinschaft

Für Siegfried Wendker, Teamleiter Schulgebäude bei Goldbeck, steht bei dem Projekt nicht allein die technische Umsetzung im Mittelpunkt.

„Eine Schule soll Heimat werden“, sagte er. In den vergangenen anderthalb Jahren habe man intensiv geplant und dabei bewusst darauf geachtet, Räume zu schaffen, die Begegnungen ermöglichen. Offene Aufenthaltsbereiche und kommunikative Treffpunkte sollen künftig das Schulleben prägen.

Den Kindern versprach Wendker bereits einen späteren Blick hinter die Kulissen. Sobald es der Baufortschritt zulasse, seien Führungen über die Baustelle geplant

Zeitkapsel mit Wünschen der Kinder

Ein besonderer Moment der Veranstaltung war die Vorbereitung einer Zeitkapsel. Darin wurden unter anderem aktuelle Fotos der Schulgemeinschaft, Baupläne, eine Münze der Stadt Celle, ein Zollstock sowie Unterlagen der Projektbeteiligten eingeschlossen.

Vor allem aber fanden die Wünsche der Schülerinnen und Schüler ihren Platz in der Kapsel. Die Kinder hatten kleine Häuschen gestaltet und mit ihren Vorstellungen für die neue Schule versehen. Genannt wurden unter anderem gute Noten, nette Lehrerinnen und Lehrer, viel Freude am Lernen und zahlreiche gemeinsame Abenteuer.

Schulleiter Eike Drögemüller griff diese Wünsche in seiner Ansprache auf. Für ihn war es die erste Grundsteinlegung als Schulleiter. Er machte deutlich, dass Schule weit mehr sei als Unterricht, Lesen, Schreiben und Rechnen.

„Schule lebt von den Menschen, die sie gestalten“, sagte Drögemüller. Die in der Zeitkapsel gesammelten Wünsche der Kinder reichten von guten Noten und viel Freude am Lernen bis hin zu besonders kreativen Ideen. So fanden sich auf den Wunschzetteln auch eine „Einhornweide“ und eine „Achterbahn auf dem Schulhof“. Die Vorstellung sorgte bei den Gästen für Schmunzeln und machte deutlich, wie sehr die Schülerinnen und Schüler auf ihre neue Schule gespannt sind.

Kinder helfen beim symbolischen Grundstein

Anschließend wurde die Zeitkapsel symbolisch in das Fundament eingebracht. Unterstützt wurden die Verantwortlichen dabei von den neunjährigen Schülerinnen Skadi und Elsa, die gemeinsam mit den Erwachsenen die ersten Steine setzten.

Für den musikalischen Rahmen sorgte der Schulchor der Grundschule Garßen. Die Kinder präsentierten mehrere Lieder, darunter auch eine eigens für die Grundsteinlegung umgedichtete Version von „Anne Kaffeekanne“.

Garßen wächst weiter

Unter den Gästen befanden sich neben Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge auch Ortsbürgermeister Andreas Reimchen, Stadtbaurätin Elena Kuhls, der Fachbereichsleiter für Verkehr und technische Dienste Ulf Pohlmann, Vertreter des Rates, der Verwaltung sowie zahlreiche Projektbeteiligte.

Ortsbürgermeister Andreas Reimchen zeigte sich erfreut über den Baufortschritt. Das bisherige Schulgelände an der Alvernschen Straße sei räumlich an seine Grenzen gestoßen. Mit dem Neubau werde nun ausreichend Platz für die Zukunft geschaffen.

Bis zur geplanten Eröffnung im Sommer 2027 wird auf dem Gelände „Am Dornbusch“ weiter gebaut. Dann soll die neue Grundschule Garßen nicht nur moderne Unterrichtsräume bieten, sondern auch Raum für Gemeinschaft, Begegnung und die vielen Wünsche, die die Kinder bereits heute mit ihrer zukünftigen Schule verbinden.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse

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