Montag, 17. August 2026

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Markt – Noch nicht ganz fertig, aber schon mal eröffnet

Mit dem Parken direkt am Eingang zur Altstadt zwischen Kanzleistraße und Neuer Straße Straße ist nun endgültig Schluss, zumindest für Pkw; Fahrräder sind willkommen. Wo sich bis vor einigen Monaten noch Blechkarosse an Blechkarosse reihte, befindet sich jetzt eine Ruhezone, mit Bank, aber ohne Blumen. Die Fußgängerzone der Altstadt wurde erweitert, Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge hatte die Eröffnung des umgestalteten Marktes für heute angesetzt, aber richtig fertig ist das modernisierte Areal nicht.

Schnell ein Foto machen von den Schmuckplatten der Partnerstädte, drei sind als Anschauungsmaterial ausgelegt, damit sich die zahlreich erschienenen Gäste ein Bild machen können, wie die sternförmige Einlassung in den Boden einmal aussehen wird. Die Partnerstädte-Pyramide musste im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen, die im Sommer 2024 begonnen hatten und insgesamt 1.600 000 Euro gekostet haben, zurückgebaut werden, damit die Feuerwehr freie Fahrt hat. Neue Bänke und Blumenkästen sind aufgestellt worden, aber die von den Holzbänken umrahmten Flächen sind schwarz, keine Blumen, keine Sträucher. Im Herbst werden sieben Bäume, weitere Gehölze und Großsträucher gepflanzt.

Im Pipenposten sprudelt noch kein Wasser, auch der Löwenkopf ziert ihn nicht. Der Verwaltungschef spricht in seiner kurzen Rede auf den Brunnen an. Pipenposten ist für ihn das Stichwort, um noch einmal zurückzublicken auf die Sanierung des Brandplatzes. Die Kritik am Abbau des historischen Brunnens war damals groß, immerhin hatte er seit 1935 dort gestanden und eine Umsetzung barg Risiken. „Alles nur Theater, heute finden alle den Brandplatz gut, wie er ist. Er wird gut angenommen“, sagt Jörg Nigge. Die Frage nach den Kosten der Sanierung des Pipenpostens bleibt bei der Eröffnung jedoch unbeantwortet, der Betrag könne aber nachgeliefert werden, informiert Kämmerin Nicole Mrotzek. Der Brunnen steht nun wieder an seinem ursprünglichen Platz am Markt, von dort war er 1935 abtransportiert worden. Noch bleibt der Aha-Effekt jedoch aus, er ist nicht fertig, es plätschert kein Wasser, es gibt keine Bäume, die Schatten spenden.

Die Gastronomie hat weit mehr Raum als vor der Sanierung, die Tischreihen wirken im Vergleich zum mit Tischen und Stühlen vollgestellten Brandplatz dezent. Mittig dominiert die Granit-Pflasterung (insgesamt 1.400 Quadratmeter). Ein großer Teil der Umgestaltungsmaßnahmen des Marktes hat sich unter der Erde abgespielt: Die Regen- und Schmutzwasserkanalisation sowie zugehörige Hausanschlüsse wurden erneuert ebenso wie die Elektroleitungen und Versorgungspoller. Die Straßenbeleuchtung wurde erweitert.

Dass es sich bei der heutigen Veranstaltung nur um eine Art von Vorprogramm handelte, ist auch daran ablesbar, dass der Oberbürgermeister einen offiziellen Termin für die Eröffnung bekannt gibt: 8. August, ab 12 Uhr.

Und für alle, die weiterhin innenstadt-nah parken möchten, gibt es gute Nachrichten. Die 17 Parkplätze am Markt wurden kompensiert durch eine Erweiterung der Abstellfläche für Pkw in der Kanzleistraße.

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht