Montag, 17. August 2026

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Spatenstich für Baugebiet „Grünland“: Neues Wohnquartier setzt auf Nachhaltigkeit und viel Grün

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat am Freitag die Erschließung des neuen Baugebiets „Grünland“ begonnen. Auf rund 190.000 Quadratmetern entsteht in Groß Hehlen eines der größten Wohnbauprojekte der vergangenen Jahre in Celle. Geplant sind 130 Baugrundstücke, zusätzlich bleibt eine Fläche für einen späteren sozialen Wohnungsbau reserviert. Die Vermarktung der Grundstücke soll nach Abschluss der Erschließung im kommenden Frühjahr beginnen.

Für die Allerland Immobilien GmbH ist das Baugebiet ein besonderes Vorhaben. Geschäftsführer Lasse Laging sprach von einem Projekt, auf das das Unternehmen stolz sei. „Grünland“ werde in seiner Konzeption einzigartig in Deutschland sein. Besonderen Wert lege die Allerland auf Nachhaltigkeit. So werde das gesamte Quartier ohne Gasanschlüsse erschlossen. Gleichzeitig entstehe ein Wohngebiet, das Wohnen und Natur eng miteinander verbinden solle.

Die Dimensionen des Projekts werden auch an der Gestaltung deutlich. Großzügige Grünflächen, offene Entwässerungsgräben, Wasserflächen und Teiche prägen das neue Quartier. Hinzu kommen Spazierwege und Aufenthaltsbereiche, die den Erholungswert erhöhen sollen. Laging betonte, dass dieses Gesamtkonzept dem Baugebiet einen besonderen Charakter verleihen werde und weit über ein klassisches Neubaugebiet hinausgehe.

Geplant sind 92 Einfamilienhäuser, 18 Doppelhaushälften (neun Gebäude) sowie 15 Reihenhäuser (drei Gebäude). Ergänzend sind Flächen für Geschosswohnungsbau vorgesehen. Darüber hinaus bleibt ein Bereich für einen späteren sozialen Wohnungsbau frei. Auffällig ist auch die Planung der Grundstücke: Nach Angaben der Allerland erhält jedes Grundstück einen individuellen Zuschnitt, um möglichst unterschiedlichen Wohnwünschen gerecht zu werden.

Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge bezeichnete das Baugebiet als wichtigen Baustein der Stadtentwicklung. Celle müsse auch künftig ausreichend Baugrundstücke vorhalten, um Familien und neue Einwohner gewinnen zu können. Bereits jetzt gebe es zahlreiche Interessenten für das neue Quartier. Er verwies darauf, dass das Baugebiet Teil einer langfristigen Entwicklungsstrategie sei. Schon vor mehreren Jahren sei die Erweiterung Groß Hehlens an dieser Stelle vorgesehen gewesen. Das Quartier schaffe Wohnraum für unterschiedliche Lebenssituationen und ergänze die bestehende Infrastruktur des Stadtteils.

Auch Ortsbürgermeister Patrick Brammer erinnerte daran, dass das Projekt im Ort durchaus kontrovers diskutiert worden sei. Bedenken nehme er ernst, sagte er. Gleichzeitig sei er überzeugt, dass der dörfliche Charakter Groß Hehlens erhalten bleibe. Das Baugebiet bilde den Abschluss der Entwicklung in diesem Bereich und passe sich in die bestehende Ortsstruktur ein. Mit einem Zitat des griechischen Staatsmannes Perikles brachte Brammer seine Haltung auf den Punkt: „Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt.“ Entscheidend sei, den Menschen Raum zu geben, damit sie ihre Zukunft gestalten und ihre Träume verwirklichen könnten.

Jörg Klose, Bauleiter der Eimer Bau GmbH aus Visselhövede, gab einen Ausblick auf die bevorstehenden Arbeiten. Mit dem Spatenstich beginne nun die Erschließung des rund 190.000 Quadratmeter großen Areals. Im Mittelpunkt stünden in den kommenden Monaten der Bau der Straßen sowie der Ver- und Entsorgungsleitungen. Er bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen der Allerland und zeigte sich zuversichtlich, dass das Projekt planmäßig umgesetzt werden könne. Zur Einweihung des neuen Quartiers, so Klose mit einem Augenzwinkern, werde man sich in rund anderthalb Jahren hoffentlich wiedersehen.

Weitere Einblicke in das Konzept gab Viktor Jäger, Abteilungsleiter Kaufmännisches Immobilienmanagement und Prokurist der Allerland. Das neue Quartier werde von großzügigen Grün- und Erholungsflächen geprägt. Spazierwege, Wasserflächen und offene Entwässerungsgräben seien bewusst eingeplant und steigerten den Freizeit- und Erholungswert. Nach einem mikrobiologischen Gutachten werde die bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche durch die Entwicklung sogar ökologisch aufgewertet. Gleichzeitig verfüge das Baugebiet über eine sehr gute Infrastruktur. Krippe, Kindertagesstätte, Grundschule und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in direkter Nachbarschaft, sodass kurze Wege für die künftigen Bewohner entstehen.

Mit dem offiziellen Baustart beginnt nun die Erschließung des Geländes. Die Arbeiten übernimmt Eimer Bau aus Visselhövede. Nach Angaben der Allerland soll die Vermarktung der Grundstücke im Frühjahr 2027 starten.

Zum offiziellen Spatenstich begrüßte die Allerland Immobilien GmbH zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Neben Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge nahmen unter anderem Stadtbaurätin Elena Kuhls, Ortsbürgermeister Patrick Brammer, Karin Abenhausen vom Aufsichtsrat der Allerland, Gratzfeld vom Vorstand der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, Heiko Biesler vom Planungsbüro BPR, Thomas Edathy von den Stadtwerken Celle sowie Jörg Klose von Eimer Bau aus Visselhövede teil. Darüber hinaus waren Vertreter des Rates, der Verwaltung sowie weitere Projektpartner vor Ort.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler Presse