Montag, 17. August 2026

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Südwinsen-Festival: Tausende feiern Livemusik und Ehrenamt

Zwei Tage Livemusik, ein abwechslungsreiches Programm und zahlreiche ehrenamtliche Helfer prägten am Freitag und Samstag das 28. Südwinsen-Festival. Der Samstag bildete den Höhepunkt des Festivalwochenendes. Bei angenehmen Temperaturen strömten die Besucher auf das Gelände, auf dem bei freiem Eintritt bis tief in die Nacht Musik auf drei Bühnen geboten wurde.

Nachdem das Festival am Freitag zunächst etwas ruhiger begonnen hatte und sich das Gelände erst im Laufe des Abends zunehmend füllte, herrschte am Samstag von Beginn an reges Treiben. Camper, Tagesgäste aus der Region sowie Besucher, die mit dem Fahrrad, dem Auto oder zu Fuß anreisten, nutzten das Angebot und sorgten für eine lebendige Atmosphäre auf dem weitläufigen Festivalgelände.

Musikalisch bot das Festival erneut eine große Bandbreite. Bereits am Freitag standen Frantic Tornado, Braunschweig Pension, Brathering, SORB, WATERPISTOL DRIVE BY, Toxic Vapors, Rong Kong Koma, UKEboXX, Udo Butter & Das Team, Bäck’s in the City, The Slapstickers und Kodder auf den beiden Hauptbühnen.

Der Samstag begann mit Lutz Drenkwitz, bevor im weiteren Tagesverlauf unter anderem der Fanfarenzug Niedersachsen, Hot Tuesdays, NeroX, CRIstals, das Schuman Duo, Liederin, Götz Widmann, Lower Class Brats, Elise Frank & Band, Surgical Strike, The Real McKenzies, Torpedo Harms, Wisecräcker, Maxera, Love Buzz und Marcus Friedeberg das Programm gestalteten.

Dabei zeigte sich auch die internationale Ausrichtung des Festivals. Die Lower Class Brats aus Austin im US-Bundesstaat Texas brachten Streetpunk und Rock’n’Roll nach Südwinsen. Elise Frank & Band aus dem französischen Tarbes verbanden Blues, Rock und Soul, während The Real McKenzies aus Kanada mit ihrem Celtic-Folk-Punk das Abendprogramm auf der Fetten Bühne bereicherten.

Ein fester Bestandteil des Festivals war erneut Wildes Blech, das gleich mehrfach auf der Biergarten-Bühne auftrat. Das Ensemble aus der Region Rotenburg/Wümme verbindet Blasorchester mit Rock- und Metalmusik und interpretiert bekannte Titel unter anderem von Metallica, Electric Callboy oder Liquido auf Trompeten, Posaunen, Saxophonen und weiteren Blasinstrumenten. Das Projekt entstand 2016 aus der Nachwuchsarbeit der Sottrumer Kirchengemeinde und hat sich inzwischen als Big Band etabliert. Die Auftritte lockten auch in diesem Jahr zahlreiche Zuhörer in den Biergartenbereich.

Am frühen Samstagabend begrüßte Ortsbürgermeister Timm Schlosser die Besucher auf der Fetten Bühne. In seiner Ansprache dankte er insbesondere den vielen Ehrenamtlichen, die das Festival Jahr für Jahr ermöglichen. Er erinnerte daran, wie innerhalb weniger Tage aus einer Wiese ein komplettes Festivalgelände entstehe und würdigte den Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer. Gemeinsam mit den Besuchern stimmte er anschließend ein Geburtstagslied auf das Südwinsen-Festival an.

Schlosser begleitet das Festival seit vielen Jahren. Seit 2011 ist er Ortsbürgermeister von Südwinsen und trat damals die Nachfolge von Horst Brandt an. Gemeinsam mit seiner Familie unterstützt er die Veranstaltung seit Jahren und gehört zu den regelmäßigen Fürsprechern des Festivals.

Nicht nur musikalisch hatte das Festival viel zu bieten. Auf dem Gelände fanden die Besucher ein breites gastronomisches Angebot – von Kaffee und Kuchen über vegane Speisen bis hin zu Grillgerichten, Steaks sowie Getränken wie Bier, Wein, Softdrinks und Shakes. Die große Sitz- und Aufenthaltsfläche lud zum Verweilen zwischen den Konzerten ein.

Auch Familien kamen auf ihre Kosten. In der Kinderzone sorgten Hüpfburgen, Kreativangebote und der Zirkus Knalltüte mit seinem Mitmachzelt für Unterhaltung. Das Zirkusteam war bereits während der Aufbauphase vor Ort und betreute Kinder, während auf dem Gelände die letzten Vorbereitungen liefen.

Dass das Südwinsen-Festival seit Jahren funktioniert, ist vor allem dem ehrenamtlichen Engagement zu verdanken. Ob auf dem Campingplatz, an den Einfahrten, in der Technik, an den Getränkeständen oder hinter den Kulissen – zahlreiche Helferinnen und Helfer arbeiteten während des gesamten Wochenendes Hand in Hand. Unterstützt wurde das Festival zudem von Sponsoren, die die Veranstaltung finanziell und organisatorisch begleiten.

Gerade dieses Zusammenspiel aus ehrenamtlichem Einsatz, abwechslungsreichem Musikprogramm und einer offenen Atmosphäre macht das Südwinsen-Festival seit vielen Jahren zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender der Region. An zwei Tagen wurde deutlich, dass hier nicht nur Konzerte im Mittelpunkt stehen, sondern auch das gemeinsame Miteinander einer Festivalgemeinschaft, die Besucher, Künstler, Helfer und Unterstützer gleichermaßen einbindet.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse

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