Dienstag, 18. August 2026

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Hirtenstab an Nordrhein-Westfalen übergeben – Förderverein der Deutschen Schafhaltung setzt Zeichen für die Zukunft der Schäferei

Mit einer feierlichen Zeremonie ist am Samstag der Hirtenstab als Symbol für Verantwortung, Zusammenhalt und die Zukunft der deutschen Schäferei an Nordrhein-Westfalen übergeben worden. Maike Schmücker Schäferin , überreichte den traditionsreichen Hirtenstab an Moritz Specht, der die Aufgabe für Nordrhein-Westfalen übernimmt.

Der Hirtenstab steht seit Jahrhunderten für Führung, Fürsorge und Beständigkeit. Er symbolisiert die Verantwortung der Schäferinnen und Schäfer gegenüber ihren Tieren, der Natur und der Gesellschaft. Mit seiner Weitergabe wird nicht nur eine Tradition fortgeführt, sondern zugleich ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Schäferei gesetzt.

„Mit der Übergabe des Hirtenstabs geben wir weit mehr als ein Symbol weiter. Wir übertragen Verantwortung für ein Handwerk, das unsere Kulturlandschaften erhält, die Artenvielfalt schützt und einen unverzichtbaren Beitrag zum Natur-, Klima- und Hochwasserschutz leistet. Ich freue mich, dass Nordrhein-Westfalen diese Aufgabe mit großem Engagement übernimmt und die Anliegen der Schäferinnen und Schäfer sichtbar in die Öffentlichkeit trägt“, sagte Maike Schmücker.

Die Schäferei leistet täglich einen unverzichtbaren Beitrag für den Erhalt von Heideflächen, Magerrasen, Mooren und Deichen. Wo Schafe weiden, entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig bewahren Schäferinnen und Schäfer ein kulturelles Erbe, das seit Generationen die Landschaften Deutschlands prägt. Diese Leistungen verdienen nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische Unterstützung und faire Rahmenbedingungen.

Mit der Übernahme des Hirtenstabs wird Nordrhein-Westfalen die Botschaften der deutschen Schäferei in den kommenden Wochen mit mehreren Hirtenzügen sichtbar machen.

Den Auftakt bildet am 3. August ein Hirtenzug von Schäfer Maik Dünow, der mit seiner

Schafherde in den Rheinauen von Duisburg-Walsum startet und am 7. August Gahlen erreicht. Dort findet am 8. und 9. August der traditionelle Gahlener Schafsmarkt statt. Für den 9. August hat NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen ihre Teilnahme zugesagt und wird den Hirtenzug gemeinsam mit dem Schäfer anführen. Dabei wollen die Schaf- und Weidetierhalter ihre zentralen Anliegen erneut direkt an die Politik herantragen.

Ein weiterer Hirtenzug folgt am 12. August in Iserlohn-Letmathe. Schäfer Thomas Golz wird dort mit einer Schafherde durch den Ortsteil ziehen. Beide Schäfer waren bereits beim ersten großen Hirtenzug durch Deutschland im Jahr 2010 dabei und möchten mit den diesjährigen Aktionen erneut auf die Bedeutung der Schafhaltung aufmerksam machen.

Ein weiterer Höhepunkt sind die NRW-Schaftage am 15. und 16. August in Haus Düsse. Dort wird am Sonntag ein von der Schafzucht Specht gestifteter Zuchtbock im Amerikanischen System versteigert.  

Mit der Staffelstab-Übergabe setzt der Förderverein der Deutschen Schafhaltung gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen ein starkes Zeichen: Die Schäferei verbindet Generationen, Regionen und Menschen – und sie bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil einer nachhaltigen und lebendigen Kulturlandschaft.

Über den Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V.

Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V. wurde im Jahr 2010 gegründet, um über die wertvollen Leistungen der Schafhaltung und damit der Schäferfamilien aufzuklären. Die Schafhaltung leistet einen wesentlichen Beitrag zum aktiven Küstenschutz durch die Pflege der

Deiche und die Offenhaltung zahlreicher Naturflächen in Deutschland.

Wendelin Schmücker