Samstag, 10. Oktober 2026

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„Hier brennt ja die Hütte!“ – Feuerwehr-Festwochenende in Oppershausen

Eigentlich ist das Thema Brände zu ernst für Scherze, aber beim Auftakt zum großen Feuerwehr-Doppeljubiläum in Oppershausen am Freitagabend, dem sogenannten Kommers, wurde es launig und lustig. „Mit einem Besenstiel mussten die Männer zu den Pumpen getrieben werden, so stark tobte im Jahr 1923 ein Gewitter“, referiert Brandmeister Albrecht Knief von der mit Sonnenblumen geschmückten Bühne herunter. Wenn ein Jubiläum gefeiert wird, und diesem Fall sind es sogar zwei, dann stehen historische Rückblicke auf der Agenda. Und so startet das Festwochenende am Oppershäusener Feuerwehrhaus genau damit. Brandmeister Albrecht Knief und Ortsbrandmeister Andreas Weßolleck teilen sich die Rückschau. Im Publikum sitzen Gäste wie der Landrat Axel Flader, der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Henning Otte sowie der Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann, auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Wienhausen, zu der Oppershausen gehört, Kerstin Ackermann ist gekommen.

Begrüßt wurde das Publikum von der Feuerwehrkapelle Oppershausen unter der Leitung von Ralf Hollenbach, die wie „die große Schwester“ im Dezember 1926 ins Leben gerufen wurde. Beide, der ehrenamtliche Brandschutz und die Feuerwehrmusik, bilden seit ihrem Entstehen zwei tragende Säulen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Oppershausen. Auf die Historie der Kapelle blickte Ortsmusikzugführer Günther Wedeking zurück. Er konnte seinen Vortrag jedoch nicht „störungsfrei“ zu Ende bringen: „Hier brennt ja die Hütte! Wow!“, mischte sich ein Nicht-Uniformierter ein. „Aber die Feuerwehr kommt heute Abend bestimmt nicht, die haben Geburtstag, werden 100 Jahre alt“, fuhr der Satiriker und Kabarettist Thomas Deist fort und konstatierte: „Für 100 Jahre habt Ihr Euch wirklich gut gehalten.“

Ursächlich hierfür und den hohen gesellschaftlichen Stellenwert der Wehr und ihrer Musik ist sicherlich etwas, das an diesem Festwochenende immer wieder betont wird: „100 Jahre Feuerwehr sind 100 Jahre gelebte Kameradschaft“, hob Andreas Weßolleck hervor. Auch sein Vorredner Albrecht Knief hatte darauf hingewiesen, dass die freiwillige Feuerwehr Brauchtum sei und ihre Funktion mit ihrer sozialen Komponente des Miteinanders von Beginn an weit über den eigentlichen Zweck der Brandbekämpfung hinausging: „Gemeinsam scherzen, lachen und feiern“, sind ein selbstverständlicher Teil des Feuerwehrwesens.

Dessen Aufgaben haben sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert, erinnert wurde an die Einsätze beim jüngsten Hochwasser in der Region zum Jahreswechsel 2023/24. Abgesehen von spektakulären Ereignissen wie diesen gehören das Beseitigen von Ölspuren, Fahrzeuge bergen, Hilfestellung bei Rettungen und weitere Tätigkeiten zum Spektrum der heutigen Wehr. Ortsbrandmeister Weßolleck sagt einen Satz, auf den alle Kameraden und Kameradinnen stolz sind: „Wenn es darauf ankam, war die freiwillige Feuerwehr Oppershausen da!“

Anke Schlicht
Redaktion Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht

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