Donnerstag, 8. Oktober 2026

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Bahn-Bauarbeiten treffen auch Reisende aus Celle

Die umfangreichen Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin werden ab Dezember auch für Reisende aus Celle Folgen haben. Wer aus der Region über Hannover in Richtung Berlin fährt, muss sich auf deutlich längere Reisezeiten und ein verändertes Fernverkehrsangebot einstellen. Nach Angaben der Deutschen Bahn verlängert sich die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin während der Bauphase um rund 80 Minuten.

Hintergrund ist ein angepasstes Bau- und Verkehrskonzept der DB InfraGO. Die Arbeiten auf der Ost-West-Verbindung beginnen bereits am 2. Oktober 2026. Bis Dezember 2027 sollen unter anderem 357 Kilometer Gleise, mehr als 214 Weichen, 100 Kilometer Oberleitungen und 13 Kilometer Lärmschutzwände erneuert werden. Außerdem stehen Arbeiten an 27 Bahnhöfen und sechs Stellwerken an.

Für Fahrgäste aus Celle wird insbesondere der Fahrplanwechsel Mitte Dezember relevant. Viele Verbindungen in Richtung Berlin führen zunächst nach Hannover, wo Reisende auf den Fernverkehr umsteigen. Auf der Strecke zwischen Hannover und der Hauptstadt kann die ursprünglich vorgesehene Umleitungsroute jedoch nicht genutzt werden. Die Elektrifizierung der parallel zur Schnellfahrstrecke verlaufenden Lehrter Stammbahn verzögert sich und soll erst im Dezember 2027 abgeschlossen sein. Damit steht die Strecke nicht, wie zunächst vorgesehen, ab Dezember 2026 für Umleitungen zur Verfügung.

Die Fernzüge zwischen Hannover und Berlin werden deshalb über Braunschweig und Magdeburg geführt. Vorgesehen sind ab dem Fahrplanwechsel drei Fernverkehrszüge je Richtung innerhalb von zwei Stunden sowie einzelne zusätzliche Verbindungen. Braunschweig und Magdeburg sollen weiterhin stündlich an den Fernverkehr angebunden sein. Ob Fernzüge während der Bauphase auch in Wolfsburg und Stendal halten, wird nach Angaben der Bahn noch geprüft.

Für Reisende aus Celle bedeutet das vor allem: Die Fahrt nach Hannover bleibt zwar Ausgangspunkt vieler Berlin-Verbindungen, ab dort ist jedoch erheblich mehr Zeit einzuplanen. Zu der von der Bahn genannten Verlängerung von rund 80 Minuten zwischen Hannover und Berlin kommen für Celler Fahrgäste weiterhin die Fahrzeit zwischen Celle und Hannover sowie die jeweilige Umsteigezeit hinzu. Wie sich die Änderungen konkret auf einzelne Verbindungen ab Celle auswirken, lässt sich derzeit noch nicht abschließend sagen.

Auch im Nahverkehr sind weitere Anpassungen zu erwarten. Nach Angaben der DB soll während der Bauphase ein Grundangebot bestehen bleiben. Auf Abschnitten, auf denen kein Zugverkehr möglich ist, sind Ersatzbusse vorgesehen. Ein detailliertes Nahverkehrskonzept für die Zeit ab dem Fahrplanwechsel im Dezember wird derzeit noch mit den zuständigen Aufgabenträgern und Eisenbahnverkehrsunternehmen abgestimmt.

Die Einschränkungen werden voraussichtlich über einen längeren Zeitraum zum Reisealltag gehören. Die Arbeiten auf dem Korridor Hannover–Berlin sollen bis Dezember 2027 laufen. Für Celler, die regelmäßig über Hannover nach Berlin fahren, ist damit insbesondere ab Mitte Dezember 2026 mit längeren Fahrzeiten zu rechnen.

Die Bahn begründet das Großprojekt mit der notwendigen Erneuerung der stark beanspruchten Infrastruktur. Die Strecke Hannover–Berlin ist mit 227 Kilometern nach dem Korridor Hamburg–Berlin die zweitlängste Achse, auf der Gleise, Weichen und weitere Anlagen gebündelt erneuert werden.

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler Presse

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