Samstag, 10. Oktober 2026

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Duell um das Celler Rathaus: Die OB-Kandidaten stellen sich vor

Kontinuität oder neuer Impuls für Celle? Im Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters treten Amtsinhaber Dr. Jörg Nigge (CDU) und Herausforderin Karin Abenhausen an. Lesen Sie hier die persönlichen Statements der Bewerber und erfahren Sie, welche Schwerpunkte sie für die Zukunft der Stadt setzen wollen.

Kandidaten-Vorstellung Oberbürgermeisterwahl:

Dr. Jörg Nigge (CDU) – Amtsinhaber

„NIGGE WAR’S“ – STIMMT!

Mein Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre erfüllt mich vor allem mit Dankbarkeit. Gemeinsam haben wir unser Celle von der Innenstadt bis in die Stadtteile weiterentwickelt, Schulen modernisiert, Kitas ausgebaut, den Katastrophenschutz gestärkt und in sichere Straßen investiert, um unser Zuhause als lebenswerte Stadt am Wasser behutsam in eine gute Zukunft zu führen.

Gleichzeitig haben wir wichtige Weichen für morgen gestellt: mehr Grün, mutige Projekte für Freizeit und Kultur, neue Wohnformen oder erste Schritte der Wärmewende. Viele dieser überfälligen Veränderungen sieht man heute überall im Alltag – auf dem Weg zur Arbeit, in Kitas und Schulen, auf Spielplätzen, in der Innenstadt und an den Ufern der Aller.

Nicht alles gefällt jedem, manchen geht der Wandel zu schnell – so landet der Unmut auch mal als „Nigge war’s“-Graffiti oder Aufkleber im Stadtbild. Aber nach Jahren des Stillstands brauchte es klare Entscheidungen und die Bereitschaft, Projekte nicht nur anzukündigen, sondern auch durchzusetzen.

In Krisenzeiten – während der Corona-Pandemie, in Solidarität mit unserer ukrainischen Partnerstadt Sumy oder im Hochwasser 23/24 – haben wir als Stadtgesellschaft bewiesen, dass wir zusammenstehen. Diese Solidarität erfüllt mich mit Stolz und zeigt, wie viel in Celle möglich ist.

Viele der besten Ideen kommen dabei von den Menschen, die hier leben. Die Plauderbank, der Wohnmobilstellplatz oder die Entwicklung des ehemaligen Huber-Areals gehen direkt auf Ihre Anregungen zurück, um nur einige zu nennen. Für mich ist es dabei selbstverständlich, auf jede Bürgerpost persönlich zu antworten – nicht nur im Wahlkampf.

Und: Es gibt noch viel zu tun. Unter meinem Motto „VIEL ERREICHT. VIEL VOR.“ möchte ich diesen Weg gemeinsam mit Ihnen weitergehen. Politik ist für mich ein dauerndes Gespräch mit den Menschen in dieser Stadt. Darum lade ich Sie ein, weiterhin mitzuwirken: Teilen Sie Ihre Erfahrungen zu Wohnen, Klima, Mobilität, Bildung, Kultur und Zusammenhalt – als kurze Mail, handgeschriebene Notiz, Nachricht über meine digitalen Kanäle oder im direkten Gespräch.

Mit Ihrer Stimme bei der Wahl entscheiden Sie, ob wir diesen Kurs fortsetzen und es in Celle auch weiterhin „läuft, wächst, rollt, lebt, rockt und grünt“. Ich bitte um Ihr erneutes Vertrauen – damit wir aus „viel erreicht“ gemeinsam „viel vor“ machen können.

Wenn Sie mit der Entwicklung unserer Stadt in den vergangenen Jahren zufrieden waren und möchten, dass wir diesen erfolgreichen Weg gemeinsam fortsetzen, dann zeigen Sie dies gern an der Wahlurne, für mich und eine starke CDU im Rat.

Diese Wahl ist eine Richtungswahl. Und Ihre Stimme macht den Unterschied!

Ich lade Sie daher ein: Gehen Sie am 13.9. wählen. Für Ihre Überzeugung. Für Celle. Für unsere Demokratie.

Ihr
Jörg Nigge

Karin Abenhausen (Einzelkandidatin / unterstützt von Grünen & SPD)

Foto: Bianca Fioretti

Warum stelle ich mich zur Wahl?

Der naheliegende Grund: Damit die Menschen eine Wahlmöglichkeit haben. In Zeiten, in denen die Demokratie in schweres Fahrwasser gerät, ist solch ein demokratisches Angebot von hohem Wert.

Aber vor allem gestalte ich leidenschaftlich gerne. Und zwar im Dienste der Menschen. Das habe ich in den zurückliegenden fünf Jahren schon erfolgreich im Stadtrat und als Ortsbürgermeisterin von Klein Hehlen gemacht.

Zuhören – abwägen – handeln: So lautet meine Devise. Ganz nah an den Menschen und auf Augenhöhe. Nahbar zu sein, ist mir eine Herzensangelegenheit. Dabei nehme ich die Sorgen und Ängste aller Cellerinnen und Celler ernst, ohne beliebig zu werden.

Sozialwohnungen und hochpreisiges Eigentum haben wir genug. Bezahlbares Wohnen ist das, was besonders Familien, aber auch viele andere Menschen brauchen. Es gibt genug Leerstand, der aktiviert oder zu Wohnen umgewidmet werden kann. Dann sind auch Generationenwechsel bei Immobilien möglich. Alt zieht um – und jung zieht ein.

Menschen müssen künftig bezahlbar heizen können. Dazu brauchen wir schnell eine transparente Wärmeplanung. Außerdem ein gut ausgebautes Stromnetz, denn der Bedarf an Strom wächst.

Karstadt kann als saniertes Gebäude ein lebendiges neues überdachtes Zentrum in der Altstadt werden. Mit Jugendherberge, einem Marktplatz, Wohnen, Pflege-Einrichtung und mehr. Ein grüne Fassade und Pergolen in der Stadt sorgen für Abkühlung bei Hitze.

Die Bohrindustrie legt den Fokus auf Erneuerbare Energien. Celle kann mit Geothermie ein Leuchtturm in Norddeutschland werden. Junge Menschen finden Arbeit in zukunftsweisenden Technologien. Der Tourismus wächst, weil unsere Kultureinrichtungen wie das Theater, die CD-Kaserne, aber auch die vielen Angebote von freien und ehrenamtlichen Einrichtungen über die Stadtgrenzen hinaus beworben werden. Neben dem Fachwerk punktet Celle als Bienenstadt und Stadt am Fluss.

Der Nahverkehr verbindet die Stadtteile auf kurzem Weg und bringt Menschen von Parkplätzen direkt in die Innenstadt. Ich plane größere statt kleinere Verbünde mit dem Landkreis und Anbindung an den Raum Hannover. Wie wäre es, wenn der GVH künftig nicht in Ehlershausen endet, sondern bis Celle, Eschede und Unterlüß fährt?

Soziale Brennpunkte entschärfen sich, weil es wieder aktive Streetworker gibt. Die Jugendhilfe kommt zurück zur Stadt, beim Krankenhaus rede Celle künftig auch wieder mit. Das nennt man Daseinsvorsorge.

Das alles kostet Geld, von dem wir künftig weniger haben werden. Deshalb möchte ich die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungen stärker einbinden. Mit einem Bürgerbudget, über das sie entscheiden. Mit Preisschildern an Maßnahmen, damit sie priorisieren können. Nur so gewinnt man Vertrauen. Ich brauche keine Superlative für die Stadt, sondern ein gelingendes Miteinander. Als Tochter einer Celler Kaufmannsfamilie habe ich den sparsamen Umgang mit Geld im Blut, ohne bei Investitionen in die Zukunft zu geizen. Als alleinerziehende Mutter zweier mittlerweile erwachsenen Söhne habe ich gelernt, auch mit wenig Geld viel zu erreichen und zufrieden zu leben.

Am 13. September wird gewählt. Wählen Sie vor allem gesichert demokratisch. Wir in der Politik werden viel stärker zusammen, statt gegeneinander arbeiten müssen. Das ist auch eines meiner erklärten Ziele. Für Sie, für uns, für Celle.

Wenn Sie meinen Weg für ein zukünftiges Celle mitgehen wollen, dann wählen Sie mich. Denn ich möchte unsere Stadt mit Weitblick und Leidenschaft weiterentwickeln. Und das zusammen mit Ihnen.

Redaktion
Celler Presse

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