Jetzt wieder historische Blockbeleuchtung im St.Georg-Garten

CELLE. In Würdigung der Werke Otto Haeslers wurde im St. Georg-Garten am Block 1 die Nachbildung der historischen Blockbeleuchtung installiert. Der Celler Schlossermeister Karl-Hans Nölke hat das 1. Exemplar des historischen (Celler) Leuchtkastens nachgebaut, den sein Großvater Karl nach den Plänen von Otto Haesler 1926 für den Georgsgarten fertigte. Das von der Otto-Haesler-Stiftung finanzierte Exemplar hat in der Fachwelt große Aufmerksamkeit gefunden, weil es sich um eine bis dahin unbekannte frühe Form einer elektrischen Außenbeleuchtung handelt. 

Celles Erste Stadträtin Susanne Schmitt und der Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Volkshilfe e. V., Ulrich Werwath, präsentierten nun den Prototypen in seiner sowohl eigenwilligen als auch einmaligen Gestaltung. Auch die weiteren Blocks der Anlage sollen mit dieser Blockbeleuchtung ausgestattet werden. Damit solle das optische Erscheinungsbild der Wohnblöcke aufgewertet werden, so Susanne Schmitt. 

Im vergangenen Jahr feierte das Bauhaus weltweit 90-jähriges Jubiläum. Es waren die Celler (Bauhaus-) Bauten, mit denen in Weimar in einer Ausstellung im „Haus Am Horn“ das Jubiläumsjahr eröffnet wurden. Damit wurden Otto Haesler und sein Werk besonders gewürdigt. Gleichzeitig war es auch für die Fachwelt eine Entdeckung, was da auf dem Dach des Weltkulturerbes „Haus Am Horn“ während der Ausstellung installiert war: Es war der originalgetreue Nachbau der historischen Blockbeleuchtung vom Block I der Celler Siedlung Georgsgarten. Diese Leuchtkästen aus dem Jahr 1926 mit den Haus- und Blocknummern gaben der Siedlung Georgsgarten in Celle das Gesicht, bis sie – nachdem sie in der 30er Jahren im Schriftbild verändert wurden – schließlich in den späten 70er Jahren verschwanden. Durch Haeslers Architektur wurde Celle in den 20er Jahren zu einem wichtigen Zentrum des „Neuen Bauens“. Heute kann die Stadt Celle stolz darauf sein, dass sich diese besonderen Architekturdenkmale ohne wesentliche bauliche Veränderungen erhalten haben. 

Redaktion
Celler Presse 

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